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Linke Militanz auf Facebook, Twitter & Co. - Zielgerichtete Onlineprävention für Jugendliche im Modellprojekt

Kontaktdaten

Stiftung Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
Genslerstr. 66
13055 Berlin
Tel: 030 986082400
h.knabe(at)stiftung-hsh.de


Themenfeld

Linke Militanz


Projektziele

Vor dem Hintergrund eines wachsenden linksmilitanten Radikalisierungspotentials hat das Modellprojekt „Linke Militanz auf Facebook, Twitter & Co - Zielgerichtete Onlineprävention für Jugendliche im Modellprojekt“ zum Ziel, erstmals Strategien einer Online-Prävention für Jugendliche im Bereich des Linksextremismus zu entwickeln.
Linksextreme Internetpropaganda konstruiert eine eigene, in sich geschlossene „Wirklichkeit". Das Projekt soll der daraus entstehenden Gefahr der Radikalisierung gezielt entgegenwirken.
Die Prävention erfolgt über Methoden der „aufsuchenden Onlinearbeit“. Dabei werden Theorie und Praxis linker Militanz in sozialen Netzwerken und einschlägigen Portalen kritisch hinterfragt. Zielgrup-pen sind sowohl bereits radikalisierte Jugendliche als auch solche, die Gefahr laufen, sich zu radikalisieren. Durch kontinuierliche Intervention in aktuelle Debatten sollen Anstöße gegeben werden, die zu einer Deradikalisierung führen.


Handlungskonzept

Gefährdete Jugendliche sollen über ihr Umfeld angesprochen werden. Das Projekt setzt dabei auf Peer Group-Ansätze. Zu diesem Zweck soll u. a. die Kommunikation mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der von der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen durchgeführten Präventionsseminare online weitergeführt werden.

Über Social-Media-Kanäle sollen auch andere Jugendmilieus angesprochen und motiviert werden, auf ihre Altersgenossen einzuwirken. Um die Präventionsmöglichkeiten zu vergrößern, sollen zudem gezielt Multiplikatorinnen und Mulitplikatoren angesprochen werden.

Dabei ist besonders zu berücksichtigen, wie die Zielgruppen in den sozialen Netzwerken und Szene-portalen auf die jeweilige Intervention reagieren, d. h. wie sie Beiträge teilen, „liken“ und kommentieren. Für die Wirksamkeit der Onlinearbeit kommt es nicht nur auf die Nutzung der in Frage kommenden Kommunikationskanäle an (Facebook-Gruppen, Internetforen, Twitter-Accounts, WhatsApp- oder Telegramm-Gruppen etc.), sondern auch auf die Entwicklung zeitgemäßer Formate (z.B. Kurzvideos, 360-Grad-Filme).  Dadurch erzielen die Inhalte eine deutlich höhere Verbreitung als textbasierte Posts.

Am Ende des Modellprojekts soll eine Handreichung zum Umgang mit Linker Militanz im Internet erarbeitet werden. Erprobte Zugänge sollen gegebenenfalls angepasst werden.