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Kultur als Veränderungspotential im Justizvollzug

Kontaktdaten

Förderverein JVA Holzstraße e. V.
Holzstraße 29
65197 Wiesbaden
Tel: 0611 561827
theater(at)foerderverein-jva-holzstrasse.de
www.foerderverein-jva-holzstrasse.de

http://die-werft.net/


Themenbereich

Islamistische Orientierungen und Handlungen


Projektziele

Ziel des Modellprojekts ist der Aufbau verschiedener Projekt- und Arbeitsgruppen von Inhaftierten, die eine eigene Praxis kultureller Alltagsgestaltung in der Wiesbadener Justizvollzugsanstalt Holzstraße entwickeln sollen. Als Mittel der Prävention und Sozialisation wird die Theater - und Kulturarbeit zur Anwendung kommen. Aus der Arbeit in regelmäßigen Reihen (Film, Musik, etc.), Workshops und größeren (Theater-)Produktionen mit Intensivphasen sollen Erkenntnisse über Effektivität von Methoden und Inhalten gesammelt und zur Optimierung des Projekts eingesetzt werden. Aus geeigneten Teilnehmern soll sich im nächsten Schritt allmählich eine feste kulturelle Arbeitsgruppe im Wohngruppenvollzug etablieren.

Es sollen im Strafvollzug Erfahrungen gesammelt werden, inwieweit Kulturarbeit – insbesondere Theaterarbeit – dazu beiträgt, Veränderungsprozesse bei den beteiligten Jugendlichen und Heranwachsenden auszulösen, die sie zu einem späteren regelkonformen Leben nach ihrer Haftentlassung befähigen. Dabei ist vor allem an solche Strafgefangenen zu denken, bei denen Radikalisierungstendenzen insbesondere hinsichtlich islamistischer Orientierungen und Handlungen zu befürchten sind. Erkenntnisse hieraus können auf andere Strafvollzugsanstalten übertragen werden.


Handlungskonzept

Es werden verschiedene Arbeitsgruppen gebildet, die sich unterschiedlich – auch nach Interessen verschieden – mit Kultur beschäftigen. Es gibt eine „Filmreihe“, bei der die Filme nicht nur ‚konsumiert’ (angeschaut) werden, sondern bei der sich die Zuschauer vielmehr mit dem Film aktiv auseinandersetzen. Gleiches gilt für die „Konzertreihe“.

In der „Theaterarbeit“ werden durch ein Ensemble inhaftierter Teilnehmer unter Anleitung einer professionellen Regie Stücke sowohl aus dem (klassischen) Repertoire als auch aus selbst geschriebenen und produzierten Texten geprobt und zur Aufführung gebracht. Hierbei gibt es eine Kooperation mit den Städtischen Bühnen Frankfurt, dem Staatstheater Mainz und dem Staatstheater Wiesbaden. Von letzterem wurde das Ensemble zu den Hessischen Theatertagen 2015 eingeladen.

Außer den kulturellen Reihen, die nur intern statt finden, sind zwei Theaterproduktionen pro Jahr mit acht bis zehn Aufführungen geplant, bei denen auch externes Publikum eingeladen ist.