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Komm rein!

Kontaktdaten

SWF e. V.
Heinrich-Schütz-Str. 47
09130 Chemnitz
Tel: 0371 444280
bumerang(at)swfev.de


Themenfeld

Rechtsextreme Orientierungen und Handlungen


Projektziele

Das Modellprojekt „Komm rein!“ etabliert im Rahmen der offenen Jugendarbeit im Chemnitzer Stadtteil Sonnenberg ein niederschwelliges Konzept zur Prävention rechtsradikaler Einstellungen bei Kindern und Jugendlichen.

Geeignete medien-, drama- und erlebnispädagogische Ansätze aus der eigenen Anwendung, von Projektpartnern und aus der Literatur werden niederschwellig gestaltet, eingesetzt und dokumentiert.

Im Stadtteil wird eine thematische Arbeitsgruppe aus Jugendeinrichtungen, Schulen, stadtweit tätigen Akteurinnen und Akteuren sowie dem Stadtteilmanagement etabliert. Die im Stadtteil derzeit laufende Präventionsarbeit wird in Kooperation mit den Partnerinnen und Partnern dokumentiert, um im weiteren Projektverlauf Lücken gezielt schließen zu können.

Die derzeit vom SWF e. V. eingesetzten Methoden der Präventions- und Demokratiearbeit werden dokumentiert und ein Konzept zur Evaluierung wird erstellt. Parallel werden weitere Methoden niederschwellig ausgestaltet. Hier arbeitet die wissenschaftliche Begleitung eng mit der Praxis zusammen.


Handlungskonzept

Der Chemnitzer Sonnenberg ist ein Stadtteil mit multiplen sozialen Problemlagen. Viele der Kinder wachsen in bildungsfernen, sozial abgehängten und zu rechten Ideologien neigenden Haushalten auf, ohne Kontakt zur Mehrheitsgesellschaft zu haben. Die für ein demokratisches Zusammenleben notwendigen Kulturtechniken beherrschen sie nur unzureichend, da sie in den Familien nicht vermittelt werden, ebenso wenig wie die demokratischen Grundwerte.

Das Modellprojekt „Komm rein!“ verknüpft deswegen sozialpädagogische und radikalisierungspräventive Ansätze und möchte die Kinder einladen, die Vorteile einer demokratischen Gesellschaft für sich zu entdecken. Es soll dabei strikt niederschwellig gearbeitet werden, weder Vorwissen noch bestimmte Überzeugungen werden vorausgesetzt. Stattdessen sollen die Kinder da abgeholt werden, wo sie sind. Die Methoden müssen in der offenen Jugendarbeit funktionieren, d. h. schnell, attraktiv und erlebnisorientiert sein. Es geht um die Erziehung der Kinder zu selbst- und verantwortungsbewussten Demokratinnen und Demokraten.

Neben vielen relevanten Akteurinnen und Akteuren im Gebiet ist auch die Stadtverwaltung Kooperationspartner. Die FH Dresden übernimmt die wissenschaftliche Begleitung. Im Ergebnis sollen verbesserte Präventionsergebnisse, ein übertragbares Methodenset und eine nachhaltige Kooperationsstruktur im Stadtteil und darüber hinaus stehen.