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Kamil - Kulturübergreifend, antirassistisch und Mitten Im Leben

Kontaktdaten

Bündnis der Islamischen Gemeinden in Norddeutschland e. V.
Böckmannstr. 40
20099 Hamburg
Tel.: 040 245629
f.yildiz@big-nord.de­
http://kamil-hamburg.de/


Themenfeld

Islamistische Orientierungen und Handlungen


Projektziele

Vorrangiges Ziel des Modellprojekts „Kamil“ ist, innerhalb von zunächst 15 Moscheen ein breites Angebotsspektrum für Jugendliche zu schaffen, um deren vielfältigen Bedürfnissen gerecht zu werden. Dazu gehören offene Räume zur Reflexion, pädagogische Angebote sowie die Möglichkeit, sich als Ansprechpartner und Vertrauenspersonen innerhalb der Zielgruppe zu etablieren.

Es gilt unter anderem, den Narrativen der Extremisten alternative Narrative gegenüberzustellen, ohne in eine Gegenpropaganda zu verfallen. Darüber hinaus sollen Jugendsozialarbeiterinnen und -arbeiter auf theologische Fragen aller Art zeitgemäße, lebensweltorientiere und fundierte Antworten liefern können, was die Kenntnis der islamischen Tradition und Quellen voraussetzt.

Das Bildungsangebot soll ausdrücklich der politischen Bildung, der Identitätsentwicklung und der Demokratie- und Vielfaltsförderung dienen. Das Modellprojekt soll sich in bestehende Verweisstrukturen einbinden, um im Rahmen des Mentorings praktische Lebensberatung bieten zu können.

„Kamil“ richtet sich vornehmlich an Jugendliche und junge Erwachsene. Hauptakteure des Projekts sind Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen mit Kenntnissen über den Islam bzw. Islamtheologinnen und -theologen mit einem pädagogischen Hintergrund, die auch in Deutschland aufgewachsen und sozialisiert sind. Da sich der Träger als multikonfessionelle islamische Gemeinschaft versteht, soll sich dies auch innerhalb des Teams widerspiegeln.


Handlungskonzept

Basis für dieses Projekt ist die Akquise qualifizierten Personals und die Durchführung von internen Fortbildungen. Ausgehend von einer Bedarfsanalyse sollen Unterrichtskonzepte und erlebnispädago-gische Angebote erarbeitet und Internet- wie Social-Media-Auftritte Präsenzen eingerichtet werden. Die Kooperation mit Social-Media-Projekten ist dabei ein zentraler Punkt, um Vernetzungsmöglichkeiten zu schaffen und gemeinsame Angebote für die Zielgruppe entwickeln zu können.

In einem nächsten Schritt steht die Etablierung regelmäßig zusammenkommender Jugendgruppen in mindestens 8 und maximal 15 Gemeinden im Mittelpunkt der Projektarbeit. Um die Jugendarbeit zu professionalisieren, werden ausgewählte junge Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in folgenden Bereichen geschult:

  • Aufgaben und Funktionen des Jugendleiters / der Jugendleiterin und Befähigung zur Leitung von Gruppen
  • Ziele, Methoden und Aufgaben der kultursensiblen Jugendarbeit
  • Rechts- und Organisationsfragen der Jugendarbeit
  • psychologische und pädagogische Grundlagen für die Arbeit mit muslimischen Kindern und Jugendlichen
  • theologische Grundkenntnisse zur Beantwortung aufkommender theologische Fragen der Jugendlichen
  • bildungspolitische, islamtheologische und erlebnispädagogische Grundlagen