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Integration auf Augenhöhe - Wertediskurs von Geflüchteten für Geflüchtete

Kontaktdaten

Brandenburgisches Institut für Gesellschaft und Sicherheit gGmbH
Dianastr. 46
14482 Potsdam
Tel: 0331 7044060
alexander.ritzmann(at)bigs-potsdam.org


Themenfeld

Islamistische Orientierungen und Handlungen


Projektziele

Geflüchtete, die sich in ihrer neuen Umgebung zurechtfinden wollen und müssen, suchen nach Halt, Orientierung, Hilfe und Rat. Die Frage, wo genau ihr Platz in der deutschen Gesellschaft sein wird und welche konkreten Vorteile die freiheitlich-demokratische Werteordnung für ihr eigenes Leben hat, ist nicht leicht zu vermitteln. Vorhandene Strategien der Wertevermittlung setzen oftmals auf Frontalunterricht, wobei neben sprachlichen auch kulturelle Hindernisse bestehen, die einen Wissens- und Erfahrungstransfer erschweren.

Das Projekt hat eine emphatische Wertevermittlung zum Ziel. Dazu wird eine Dialogplattform auf Augenhöhe geschaffen, auf welcher das interkulturelle Zusammenleben auf Basis von Werten umfassend, verständlich und praktikabel thematisiert werden kann. Geflüchtete werden dazu angeregt und dabei unterstützt, sich nachhaltig in die freiheitlich-demokratische Werteordnung zu integrieren. Dafür werden bereits integrierte Geflüchtete („Peers“) als Wissens- und Erfahrungsvermittler weitergebildet (Empowerment).


Handlungskonzept

Der Innovationsgehalt des Modellprojekts liegt einerseits im Peergroup-Konzept im Workshopformat. Zum anderen führt ein theaterpädagogischer Ansatz in der Gruppenarbeit erfahrungsgemäß zu einer Weiterentwicklung sogenannter Soft Skills, wie etwa Konfliktprävention durch kommunikative Mittel oder das Aushalten von Ambiguität. Durch das Anstoßen von Reflexionsprozessen sollen insbesondere die konkreten Vorteile des im Grundgesetz beschriebenen freiheitlich-demokratischen Wertesystems für das eigene Leben bewusst gemacht werden. Thematisch werden auch kontroverse Themen wie Islamismus oder der Nahostkonflikt behandelt. Dadurch soll die Widerstandsfähigkeit von Neuankömmlingen gegenüber extremistischen Ideologien gestärkt und zum Schutz der gesellschaftlichen Ordnung und der zivilen Sicherheit beitragen.

Das Modellprojekt wird in Kooperation mit der European Foundation for Democracy (EFD) umgesetzt.