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H.A.F.E.Z. ("Du bist deine eigene Grenze, erhebe dich darüber!")

Kontaktdaten

Evangelische Jugendhilfe Osnabrück gGmbH (Bereich ökumenische Jugendhilfe)
Marktring 15
49191 Belm
Tel: 05406 8159444
modellprojekt-hafez(at)sr4-os.de


Themenfeld

Islamistische Orientierungen und Handlungen


Projektziele

Das Projekt HAFEZ ist der Demokratieförderung und Radikalisierungsprävention auf verschiedenen Ebenen gewidmet. Die Abkürzung steht für: „Du bist deine eigene Grenze, erhebe dich darüber!“.

Zielgruppen sind Geflüchtete, speziell unbegleitete minderjährigen Flüchtlinge und Familien, Jugendliche sowie Bürgerinnen und Bürger im Sozialraum, Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrerinnen und Lehrer an Kitas und Schulen des Sozialraums und Institutionen, außerdem Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, die in dem Themenfeld aktiv sind und Beratungsbedarf haben. Durch die Vielfalt an Zielgruppen soll ein ganzheitlicher Ansatz zur Demokratieförderung und Radikalisierungsprävention geschaffen werden. Räumlicher Schwerpunkt des Projekts stellt der Sozialraum 4 des Landkreises Osnabrück mit den Gemeinden Belm, Bissendorf und Wallenhorst dar.

Das Projektteam von HAFEZ setzt sich aus einem Islamwissenschaftler, einer Politik- und Nahostwissenschaftlerin und einer Bildungswissenschaftlerin und Kindheitspädagogin zusammen, welche über jahrelange Erfahrung im Bereich der Jugend- und Präventionsarbeit verfügen. Sie werden unterstützt durch das multiprofessionelle Team der Ökumenischen Jugendhilfen.


Handlungskonzept

Das Projekt steht auf drei Säulen:

Aufklärung: Es werden für Geflüchtete, die Zivilgesellschaft und Institutionen spezifische Informationen und Beratung zu relevanten und bedarfsorientierten Themenkomplexen angeboten.

Je nach Zielgruppe stehen hierbei unterschiedliche Themen im Vordergrund: Junge Geflüchtete sollen in Grundzügen Funktionsweisen der deutschen Behörden und demokratische Strukturen kennenlernen, um bürokratische Abläufe transparenter zu gestalten. Für die Zivilgesellschaft und Institutionen stehen Themen wie Islam-Islamismus-Radikalisierung im Fokus der Präventionsarbeit. Auf diese Weise soll ein ganzheitlicher Präventionsansatz geschaffen werden.

Begegnung: Durch gemeinsame Aktivitäten – von Kochabenden über Kulturworkshops bis zu Freizeit- und Ferienveranstaltungen – wird das bestehende Netzwerk von jungen Menschen gestärkt, ausgebaut und Kontakt zu deutschen Jugendlichen hergestellt.

Innovation: In Zusammenarbeit mit den Kindergärten und den Schulen aus dem Sozialraum soll ein Konzept entwickelt werden, das dazu beiträgt, die Einrichtungen im Umgang und in der Kommunikation mit geflüchteten Familien und mit evtl. durch die Flucht traumatisierten Kindern zu unterstützen und zu entlasten. Zuerst werden hier die Bedarfe der Institutionen erfragt und abgebildet. Diese Ergebnisse bestimmen das weitere Vorgehen.