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Grenzerfahrungen

Kontaktdaten

Internationaler Bund (IB)
Valentin-Senger-Str. 5
60389 Frankfurt am Main
Tel: 069 945450
grenzerfahrungen-zgf(at)internationaler-bund.de
www.grenzerfahrungen.ib.de


Themenfeld

Rechtsextreme Orientierungen und Handlungen


Projektziele

Das Modellprojekt „Grenzerfahrungen” reagiert auf aktuelle Bedrohungen von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit durch rechtsextreme/populistische Bewegungen und Jugendkulturen. Die Zielgruppe des Projekts sind gefährdete junge Menschen, die für diese Diskurse zugänglich sind.

Im Fokus des Projekts stehen Grenzerfahrungen, die in unterschiedlichen Projektsettings und mit vielfältigen Methoden thematisiert werden. Dieser Ansatz wirkt präventiv, indem er Resilienz, Selbstwert, politisches Interesse, demokratische und humanitäre Einstellungen, individuelle Ausdrucksfähigkeit und Partizipation der Teilnehmenden fördert.

Die Ergebnisse der pädagogischen Arbeit stellt der Internationale Bund auch nach Abschluss des Projekts hinaus auf einer eigenen Online-Plattform zur Verfügung. Hier  werden die im Projektverlauf entwickelten Produkte wie Methodenkoffer, pädagogische Workshops zum Thema Grenzerfahrung  und so weiter geteilt. Diese sollen zudem in Konzepten und Regelangeboten des Internationalen Bundes in der Kinder- und Jugendhilfe verankert werden.


Handlungskonzept

Das Modellprojekt wird an vier grenznahen Standorten des Internationalen Bundes in Frankfurt (Oder), Köln, Lübeck und Pirmasens mit zentraler Steuerung an seinem Hauptsitz in Frankfurt am Main durchgeführt. Die Standorte arbeiten dabei untereinander eng vernetzt und sind gut in die lokalen Netzwerke eingebunden.

Kern des Projekts sind pädagogisch begleitete Exkursionen zu naheliegenden Grenzen. Weiterhin geplant sind Begegnungsprojekte in Nachbarländern, künstlerisch-kreative Ansätze zum Beispiel im Bereich Video und Social Media, Arbeit in Fanprojekten, Projekte mit engem Lebensweltbezug und unter Berücksichtigung lokaler Standortfaktoren. Alle Aktivitäten sind inhaltlich auf das Thema „Grenzerfahrungen“ hin ausgerichtet und ermöglichen, dass Grenzen als soziale Konstruktion auf unterschiedlichen Ebenen (persönlich, gesellschaftlich, national, international, etc.) erfahren und erkannt werden können.

Neben der Nutzung klassischer Ansätze zum Beispiel aus der politischen Bildung werden in den Projekten auch innovative methodische Ansätze entwickelt.  Diese ermöglichen nicht nur, dass Grenzen als soziale Konstruktionen erkannt werden. Sie verdeutlichen darüber hinaus, wie Grenzkonstruktionen als ideologische Grundlage für Ausschlussverhältnisse und indifferente Gruppenzuschreibungen genutzt werden und Ab- und Ausgrenzungen somit ein Nährboden für Nationalismus und Radikalisierung sind.