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Frei(T)Räume Erleben. Wege in einen demokratischen Alltag

Kontaktdaten

Miteinander - Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e. V.
Erich-Weinert-Str. 30
39104 Magdeburg
Tel: 0391 620773
net.gs(at)miteinander-ev.de
www.miteinander-ev.de


Themenbereich

Rechtsextreme Orientierungen und Handlungen


Projektziele

Das Modellprojekt „Frei(T)Räume erleben“ möchte an der Schnittstelle zwischen (Jugend)Haftanstalt(en) und konfliktbelasteten Sozialräumen in Sachsen-Anhalt neue pädagogische Interventionsformate entwickeln, erproben und wissenschaftlich begleiten lassen, die auf unterschiedlichen Ebenen Einfluss auf rechtsextreme Radikalisierungsprozesse bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen  nehmen, diese unterbrechen und im günstigsten Fall unterbinden

Langfristiges Ziele der Projektarbeit sind, Impulse für eine positive Veränderung des sozialen Klimas in ausgewählten Regionen zu setzen sowie Erkenntnisse, Rahmenbedingungen und pädagogische Formate zur Verfügung zu stellen,die geeignet sind, rechte Radikalisierungstendenzen zurückzudrängen und bestenfalls zu unterbrechen. Dazu sollen während der Projektlaufzeit entsprechende Grundlagen geschaffen und aufbereitet, pädagogische Formate entwickelt und erprobt sowie Fachkräfte geschult und unterstützt werden.


Handlungskonzept

Im Modellprojekt werden verschiedene Bildungs- und Interventionsformate entwickelt und mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen in wenigen ausgewählten Sozialräumen, z. B. in Halle/Silberhöhe durchgeführt, die bei der Zielgruppe eine Stärkung der Ambiguitätstoleranz (Fähigkeit, andere Meinungen und Sichtweisen zu akzeptieren sowie Mehrdeutigkeiten und Widersprüche in Situationen und Handlungsweisen zu ertragen, ohne sich unwohl zu fühlen oder aggressiv zu reagieren) und Dialogkompetenz bewirken. Damit soll ferner eine Immunisierung gegenüber rechtsextremen Angeboten und geschlossene rechtsextreme Weltbildern erreicht werden.

Um die Zielgruppen zu erreichen wird mit folgenden Kooperations- und Netzwerkpartner zusammengearbeitet: Jugendanstalt Raßnitz, Vereine der Jugendgerichts- und Straffälligenhilfe, Kinder- und Jugendhaus Halle sowie Einrichtungen der offenen Kinder-und Jugendarbeit im ausgewählten Sozialraum.

Darüber hinaus wird „Frei(T)räume Erleben“ Pädagog_innen und Multiplikator_innen aus den Sozialräumen in ihrer Arbeit und in ihrem Umgang mit der Zielgruppen rechtsorientierte Jugendliche unterstützen. Es geht dabei um ein bewusstes, konzeptionell angelegtes Entgegenwirken hegemonialer Bestrebungen, um Stärkung demokratischer, menschenrechtsorientierter Positionen sowie um Handlungssicherheit. In ausgewählten konfliktbelasteten Modellregionen werden rechte Problem- und Konfliktlagen analysiert und mit unterschiedlichen Zielgruppen aus dem Bereich rechte/sich radikalisierende Jugendliche bearbeitet. Ziel ist die Entwicklung, Erprobung und wissenschaftliche Begleitung von pädagogischen Interventionsformaten, die Radikalisierungsprozesse unterbrechen und unterbinden. In konkreten pädagogischen Einzelmaßnahmen mit Zielgruppen aus dem Sozialraum und einer Haftanstalt erfolgt die Reflexion eigener Einstellungen. Es werden Haltungen angeregt und Situationen geschaffen, die Empathie befördern sowie Perspektivwechsel und alternative positiv besetzte Selbstwirksamkeitserfahrungen außerhalb der rechten Szene und Lebenswelt ermöglichen. Notwendige Kooperationsbeziehungen und ein Fachbeirat werden aufgebaut.