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Frauen stärken Demokratie

Kontaktdaten

Frauenbegegnungsstätte UTAMARA e. V.
In der Stehle 26
53547 Kasbach-Ohlenberg
Tel: 02644 602424
modellprojekt(at)utamara.org
http://www.utamara.org/index.php/de/projekte/195-utamara-startet-neues-projekt


Themenbereich

Islamistische Orientierungen und Handlungen


Projektziele

Die Frauenbegegnungsstätte UTAMARA e. V. engagiert sich im Bereich der Prävention geschlechtsspezifischer und insbesondere auch kulturell, religiös bzw. traditionell begründeter Gewalt und führt in diesem Rahmen Projekte und Bildungsarbeit mit und für Frauen vor allem aus Herkunftsländern des Mittleren Ostens durch.

Das Modellprojekt „Frauen stärken Demokratie“ richtet sich insbesondere an Mütter junger Menschen aus religiösen Gemeinden, Moscheen oder alevitischen Gebetshäusern.

Das Projekt stellt dabei das Potenzial und die Verantwortung von Frauen in ihrer Rolle als Mutter und als politische, handlungsfähige Subjekte einer demokratischen Gesellschaft in den Mittelpunkt. Es will Frauen, Mütter und junge Frauen im Leben und in der Vermittlung demokratischer Grundwerte und Haltungen in ihrer Familie und in der Gemeinde, sensibilisieren und stärken und damit der Gefahr einer Radikalisierung junger Menschen durch salafistische Organisationen aktiv, eigen- und sozial-verantwortlich entgegenzuwirken.

Aus der Praxis heraus will das Projekt auch einen Beitrag zur geschlechterdifferenzierten Perspektive in der Forschung, Analyse und der Entwicklung von Handlungsstrategien in der Radikalisierungsprävention Islamismus leisten.

Die entsprechenden Ergebnisse werden in Pressemitteilungen, Artikeln und in Mitteilungen an Vereinsmitglieder veröffentlicht.


Handlungskonzept

Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit religiösen Gemeinden, Moscheen oder alevitischen Gebetshäusern umgesetzt, die über die Netzwerke der Begegnungsstätte zur Zusammenarbeit gewonnen werden bzw. sich selbst darum bemühen. Die Kooperationen sind bundesweit möglich, jedoch im Schwerpunkt in den Ländern Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen.

Über anderthalb Jahre begleitet ein interkulturelles Team von Projekt-Mitarbeiterinnen und Honorarkräften insbesondere Frauen der Gemeinden, die in der Gemeindearbeit aktiv mitwirken oder in Zukunft mitwirken wollen. Sie sind Ansprechpartnerinnen und schulen diese als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren mit Wissen über Radikalisierungsprozesse und Handlungskompetenzen zur Unterstützung von Familien in der Präventionsarbeit sowie einer demokratiefördernden Arbeit in den Gemeinden.

Gemeinsam mit den Multiplikatorinnen und Multiplikatoren werden in den Gemeinden an der Lebens- und Lernrealität orientierte Gruppengespräche (auch muttersprachlich) mit Frauen und insbesondere Müttern sowie vertiefende Wochenendtrainings in der Frauenbegegnungsstätte vorbereitet und durchgeführt. Dabei werden die Auseinandersetzung mit den eigenen gesellschaftlichen und religiösen Identitäten und Traditionen und Rollen gefördert und Themen wie die demokratische Gestaltung des Familienlebens, Methoden gewaltfreier Erziehung und der Vermittlung demokratischer Werte, Lebenswelt und Bedürfnisse von Jugendlichen in und außerhalb der Familien sowie Wissen um Islamistische Ideologien und Radikalisierungsprozesse erarbeitet.

Für junge Frauen aus den Gemeinden werden Ferienbildungscamps veranstaltet. In Form von Bildungs- und freizeitpädagogischen Aktivitäten werden sich die jungen Frauen mit Frauenrollen in Gesellschaft und Religionen, Identität und Diskriminierungserfahrungen auseinandersetzen, ihre Selbstwahrnehmung und Selbstbewusstsein stärken, sowie ein demokratisches, gewaltfreies Zusammenleben mit unterschiedlichen Rollenbilder, Lebensentwürfe und religiösen Identitäten erproben.