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Facetten des Glaubens

Kontaktdaten

ESTAruppin e. V
Rudolf-Breitscheid-Str. 38
16816 Neuruppin
Tel.: 03391 7759911
buero(at)estaruppin.de
http://www.estaruppin.de/migration/facetten-des-glaubens.html


Themenfeld

Islamistische Orientierungen und Handlungen


Projektziele

Das Modellprojekt „Facetten des Glaubens“ verbindet einen am Gemeinwesen und einen an der muslimischen Bevölkerung orientierten methodischen Ansatz, die beide auf kulturvermittelnde Aufklärung und Sensibilisierung für Radikalisierungsprozesse zielen. Dem Risiko der Marginalisierung der zugewanderten muslimischen Bevölkerung und der Konfrontation mit regionalen politischen Kräften, die Migration ablehnen, soll damit präventiv begegnet werden.

Hauptzielgruppe sind muslimische Eltern, Jugendliche und deren Angehörige. Sie werden von einer Anlauf- und Beratungsstelle unterstützt bei der Integration religiöser Alltagspraxis, dem Umgang mit erlebten Diskriminierungen und Hinweisen auf Radikalisierung. Neben Information und Aufklärung wird zwischen Jugendlichen und deren Eltern vermittelt, es wird für konflikthafte Entwicklungen sensibilisiert und die Beschäftigung mit der neuen Erziehungskultur gefördert.

Ergänzt wird das Angebot durch Gruppen für Mütter und Mädchen, Projekttage für Jugendliche an Schule sowie Fachtage für professionelle Bezugspersonen der Jugendlichen.


Handlungskonzept

Im Rahmen des Modellprojekts soll interdisziplinäre Präventionsarbeit mit unterschiedlichen Akteurin-nen und Akteuren umgesetzt werden. Realisiert wird das Konzept mit bedarfsorientierter Einzelarbeit in der Anlauf- und Beratungsstelle für muslimische Jugendliche und deren Familien sowie mit einer in einem Beteiligungsprozess entwickelten Ausstellung, die ideologie- und religionsübergreifend über Facetten des Glaubens unter Einbeziehung extremer und demokratiefeindlicher Ausprägungen informiert. Diese Ausstellung soll an verschiedenen öffentlichen Orten präsentiert werden.

Da Radikalisierungsprozesse vor den Augen nahezu aller Sozialisierungsinstanzen ablaufen, werden neben Eltern und Angehörigen auch Fachkräfte in pädagogischen und mit Migration befassten Einrichtungen durch gezielte Maßnahmen mit eingebunden.

Eine Weiterführung der Anlaufstelle ist geplant und die Erfahrungen mit der Ausstellung werden für den Transfer in vergleichbare ländliche Regionen aufbereitet und im regionalen sowie überregionalen Netzwerk angeboten.