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"EXTREM Demokratisch" - Muslimische Jugendarbeit stärken

Kontaktdaten

Regionale Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie (RAA) e. V.
Boyenstraße 41
10115 Berlin
Tel: 030 24045100
info(at)raa-berlin.de
www.jugendarbeit-staerken.de


Themenfeld

Islamistische Orientierungen und Handlungen


Projektziele

Ziel des Projekts ist, junge Multiplikator_Innen der muslimischen Jugendarbeit zu befähigen, Argumentationen und Handlungsansätze zu entwickeln und zu erproben, mit denen junge Menschen gegen eine Übernahme extremistischer, religiös begründeter gewaltbejahender, demokratiefeindlicher Ideologien gestärkt werden können und die bei der Zielgruppe eine besondere Glaubwürdigkeit und Überzeugungskraft besitzen.

Zudem erhalten die Multiplikator_Innen im Projekt Impulse und Perspektiven für die Gestaltung und Weiterentwicklung ihrer Jugendarbeit und deren Anbindung an die etablierten Strukturen der Jugendarbeit.

Als Ergebnis des Projekts haben Multiplikator_Innen der muslimischen Jugendarbeit an der Lebenswirklichkeit der Jugendlichen orientierte Handlungsansätze der Präventionsarbeit entwickelt und in ihrem sozialen Umfeld bzw. in muslimischen Jugendeinrichtungen erfolgreich erprobt.


Handlungskonzept

Das Projekt wird in Berlin und Heilbronn umgesetzt. In regelmäßigen, ganztägigen Workshops setzen muslimische jugendliche Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sich - unterstützt von externen Expertinnen und Experten  -  mit dem Phänomen religiös begründeten Extremismus  auseinander und entwickeln Handlungsstrategien und Gegenargumentationen. Diese Handlungsansätze sind in einem hohen Maße an die lebensweltlichen Spezifika muslimisch-geprägter Milieus und die Bedürfnisse von jungen Menschen, für die der muslimische Glaube einen integralen Bestandteil ihrer Identität und Lebenswirklichkeit bildet, angepasst. In diesen Workshops  sind auch religiöse Inhalte Gegenstand. Es geht aber nicht um die Vermittlung eines bestimmten Religionsverständnisses, sondern vielmehr um ihre Kontextualisierung innerhalb der Werteordnung einer pluralen, freiheitlichen und demokratischen Gesellschaft und die Frage, wie es gelingt, Religion für die eigene Ideologie zu instrumentalisieren.

Dies wird begleitet mit Workshops zur Weiterentwicklung ihrer allgemeinen jugendarbeiterischen Fähigkeiten. Die Vermittlung zivilgesellschaftlicher Handlungskompetenz  und Vermittlung grundsätzlicher, jugendarbeitlicher Fähigkeiten und Standards sowie eine Weiterentwicklung und Vernetzung mit den etablierten Strukturen der Jugendarbeit stehen hierbei im Mittelpunkt.

Den im Projekt erworbenen Wissens- und Kompetenzzuwachs im Bereich der Prävention erproben die Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in selbstorganisierten Gesprächsrunden und Workshops mit jungen Menschen in Einrichtungen der muslimischen Jugendarbeit und ihren jeweiligen Einflussbereichen.

Wichtigste Kooperationspartner des Projekts sind die muslimischen Jugendvereine und -gruppen sowie Moscheen. Zudem wird das Projekt vom Landesjugendring unterstützt. Ein Beirat begleitet und berät das Projekt.

Eine Jugendkonferenz zur Mitte der Projektlaufzeit bildet den Rahmen, um Ergebnisse, Diskussionsstände und Perspektiven zu Themen Partizipation, Demokratieförderung und Auseinandersetzung mit religiös begründetem Extremismus  innerhalb der muslimischen Jugendarbeit einem breiteren Kreis innerhalb der Zielgruppe zugänglich zu machen und weiterzuentwickeln.