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„Es ist Deine Kampagne - (Inter)aktiv für eine lebendige Demokratie!“

Kontaktdaten

Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein
Freienwalder Chaussee 8-10
16356 Werftpfuhl/Werneuchen
Tel: 033398 899912
info(at)kurt-loewenstein.de
http://esistdeinekampagne.de/


Themenfeld

Rechtsextreme Orientierung und Handlungen


Projektziele

Ziel des Modellprojekts „Es ist deine Kampagne. (Inter)Aktiv für eine lebendige Demokratie“ ist es, in ausgewählten Sozialräumen demokratische Alltagskultur zu stärken.  Ideologien der Ungleichwertigkeit sollen durch Wissensvermittlung, Reflexion von Einstellungen und Vorurteilen sowie das Aufzeigen von alternativen Handlungsoptionen hinterfragt werden.

Vor allem soll der Präsenz von Rechtsextremen und ihren menschenverachtenden Positionen im Umfeld von Unterkünften für geflüchteten Menschen offensiv entgegengetreten werden. Dazu sollen vor allem auch Jugendliche in die Lage versetzt werden, vor Ort und in sozialen Medien aktiv für eine demokratische Kultur einzutreten.

Es gilt, Jugendliche als Akteur_innen zu gewinnen und sie zu unterstützen. Am Ende der Laufzeit sollen Ergebnisse darüber vorliegen, wie Jugendliche motiviert werden können, in ihren eigenen Sozialräumen und im Netz auf Gleichaltrige einzuwirken und sich für eine demokratische Alltagskultur stark zu machen.


Handlungskonzept

Im Projekt „Es ist deine Kampagne – (inter)aktiv für eine lebendige Demokratie“ sind Seminare für Schulklassen und Jugendeinrichtungen in den beteiligten Bildungsstätten geplant. In diesen Seminaren geht es darum, Ideologien der Ungleichwertigkeit zu hinterfragen und Jugendliche zu befähigen, für Demokratie einzutreten. Aus den Seminaren heraus sollen sich Jugendliche finden, die den öffentlichen und virtuellen Raum mit Aktionen und Kampagnen einnehmen, die von den Jugendlichen selbst entwickelt werden (z.B. Plakate im Kiez, Veranstaltungen, Musikkonzert, Ausstellungen, etc.).

Ausgehend von der Annahme. dass die Jugendlichen ihre Wertvorstellungen, Regeln und Einstellungen wesentlich auch von Gleichaltrigen lernen (Peeransatz), soll mit der netzbasierten Kampagnenführung,  in die Lebensrealität der Teilnehmenden hineingewirkt werden. Mit virtuellem Campaining, multimedialem Cross-Marketing oder Alternate Reality Games soll  die demokratische Kultur im Alltag und im Netz gestärkt werden.

Um das zu ermöglichen wird eine enge Kooperation und Vernetzung mit anderen Akteur_innen angestrebt, z.B. Jugendeinrichtungen, Schulen, lokalen Bündnissen und Partnerschaften für Demokratie.

Der innovative Ansatz des Projektes ist die Erprobung einer Strategie einer peerbasierten Distanzierung. Jugendliche Peers sollen befähigt werden, in ihren virtuellen und realen Sozialräumen aktiv Radikalisierungsprozessen, auch mittels Kampagnen, entgegenzutreten.

Dieser Ansatz soll in unterschiedlichen Regionen in Berlin, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen erprobt werden die soziostrukturell und historisch-politisch unterschiedlich geprägt sind, aber sich alle dadurch auszeichnen, dass es im Zuge des Baus und Bezugs von Unterkünften für geflüchtete Menschen zu rechten Aktionen und / oder der massiven Bekundungen  von menschenverachtendem Gedankengut kam und kommt.