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Dortmunder Durchblick - Gemeinsam gegen Radikalisierung

Kontaktdaten

Multikulturelles Forum e. V.
Friedensplatz 7
44135 Dortmund
Tel: 0231 288 607 34
info(at)multikulti-forum.de

http://www.multikulti-forum.de/soziales/dortmunder-durchblick


Themenfeld

Islamistische Orientierungen und Handlungen


Projektziele

Das Multikulturelle Forum e. V. bietet bereits sozialpädagogische Interventionsangebote für radikalisierte oder radikalisierungsgefährdete Jugendliche an. Im Rahmen dieser Arbeit wurden bisher weniger Jugendliche aus Familien mit Migrationshintergrund betreut, als statistisch zu erwarten wäre.

Das Modellprojekt „Dortmunder Durchblick - Gemeinsam gegen Radikalisierung „ erprobt daher mittels eines innovativen Kooperationsmodells Zugänge zu muslimischen radikalisierungsgefährdeten Jugendlichen. Der Zugang erfolgt über Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus staatlichen und nichtstaatlichen Einrichtungen, die in Kontakt mit Jugendlichen stehen. Durch die Teilnahme am Projekt werden sie mit der Thematik Radikalisierung vertraut, kennen Hilfsangebote und dienen Kolleginnen und Kollegen als Ansprechpartnerinnen und -partner. Durch die Vernetzung aller Projektteilnehmenden untereinander sowie mit vorhandenen Beratungsangeboten sollen feste Hilfs- und Unterstützungsstrukturen in der Stadtgesellschaft etabliert werden.

Das Netzwerk unterstützt bei der pädagogischen Arbeit, um radikalisierungsfördernden Faktoren früh zu begegnen und vermittelt Möglichkeiten der Unterstützung bei einer erfolgten Radikalisierung. Dabei profitiert der Trägerverein von seiner Expertise im Bereich der Einzelfallberatung und der Distanzierungsarbeit mit radikalisierten Jugendlichen.
Fälle der Radikalisierung bei muslimischen Jugendlichen, die statistisch häufiger sind, sollen durch das Programm niedrigschwellig an bestehende Beratungsangebote des Trägers herangeführt werden.


Handlungskonzept

Das Projekt besteht aus zwei sich ergänzenden Handlungsfeldern, deren Verknüpfung bisher nicht erfolgte: Der Fortbildung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie der Vernetzung der Akteurinnen und Akteure.
Im Rahmen einer umfangreichen modularen Fortbildung werden Personen, die in Kontakt zu radikalisierungsgefährdeten Jugendlichen stehen, zu den Themen Islamismus und Radikalisierung fortgebildet. Aber auch Grundlagen des Islam sowie muslimische Identität und Vielfalt werden in den Modulen vermittelt. Die so qualifizierten Mitarbeitenden stehen in ihren jeweiligen Einrichtungen als Ansprechpartnerinnen und -partner zur Verfügung und vermitteln deren Bedarfe an das Netzwerk.

In einem zweiten Schritt werden die Akteurinnen und Akteure in ein Netzwerk aus Beratungs- und Unterstützungsangeboten eingebunden. Das Netzwerk beinhaltet für Jugendliche relevante staatliche wie nichtstaatliche Organisationen wie Schulen, Jugendamt, Polizei oder Jugendfreizeiteinrichtungen. Entsprechende Kontakte des Trägers bestehen durch die längerfristige Arbeit im Themenfeld und können genutzt werden.