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Die Freiheit, die ich meine

Kontaktdaten

Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland e. V.
Am Festungsgraben 1
10117 Berlin
Tel: 030 30308080
kontakt(at)gesichtzeigen.de
www.gesichtzeigen.de/angebote/die-freiheit-die-ich-meine/


Themenbereich

Islamistische Orientierungen und Handlungen


Projektziele

Für Mädchen und junge Frauen werden Angebote entwickelt und erprobt, die sie stärken und so zur Multiplikatorin innerhalb ihrer Familie, ihrer Community, ihres Umfeldes oder Freundeskreises machen sollen. Es werden modellhafte Strategien erarbeitet, um die Mädchen zu befähigen, angstfrei und lösungsorientiert in Konflikte diskursiv, im Sinne einer offenen demokratischen Grundhaltung, zu gehen. Mit Ihnen soll eine Haltung entwickelt werden, die die eigene Religion lebt ohne Andersgläubige dabei abzuwerten oder zu diffamieren. Dabei werden die eigenen Diskriminierungserfahrungen der Zielgruppe und Erfahrungen von Ungleichheit aufgrund der ethnischen oder religiösen Herkunft einbezogen.

Ausgehend von den Erkenntnissen der Ursachen für Radikalisierungsprozesse junger Frauen und Mädchen, werden bedarfsgerechte und zielgruppenspezifische Konzepte der politischen Bildung sowie der Prävention speziell für diese Zielgruppe entwickelt.

Das Modellprojekt ist vorrangig im Berliner Bezirk Mitte (Ortsteil Moabit) tätig. Es wird die Etablierung eines bezirksweiten Netzwerks zur Prävention von Radikalisierungstendenzen und demokratiegefährdenden Phänomenen angestrebt.


Handlungskonzept

In der ersten Phase wird eine Sozialraumanalyse erstellt, um Erkenntnisse über die Problemlagen und Ressourcen im Bezirk zu gewinnen und die unterschiedlichen Perspektiven der verschiedenen Akteure einzubinden. Außerdem wird eine bezirksweiten Netzwerk mit Jugendfreizeiteinrichtungen, Mädchen-, Sport- und Moscheevereinen, Quartiersmanagements, Schulen und weiteren zivilgesellschaftlichen und kommunalen Akteuren aufgebaut und ein Fortbildungskonzept zur politischen Bildung für die Qualifizierung der Kiezmütter erarbeitet.

Die Gründung einer bezirksweiten Dialogrunde mit Vertreterinnen und Vertretern der Wissenschaft und Politik, Praktikerinnen und Praktikern und engagierten Bürgerinnen und Bürgern, die in den Folgejahren als Austausch- und Beratungsrunde etabliert, ist ebenfalls für den Projektzeitraum angestrebt.

Hierbei wird ein gemeinwesenorientierter Ansatz genutzt, um Angebote und Konzepte anhand der spezifischen Problemlagen, den Ressourcen und Bedarfslagen der verschiedenen Akteurinnen und Akteuren im Bezirk zu entwickeln. Durch den Empowerment-Ansatz werden junge Frauen und Mädchen befähigen, sich aktiv an der Gestaltung des gesellschaftlichen Miteinanders zu beteiligen und sich gegen demokratiegefährdende Entwicklungen in ihrem Umfeld entgegenzustellen. Die Sensibilisierung für die Pluralität der Gesellschaft, die vielfältigen Identitätsmerkmale des Individuums sowie die unterschiedlichen Unterscheidungs- und Ausgrenzungsmerkmale steht dabei im Fokus des Projektes.