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#denk_net - Stärkung der digitalen Zivilgesellschaft

Kontaktdaten

ServiceBureau Jugendinformation Bremen
Grünenstr. 7
28199 Bremen
Tel: 0421 33008915
www.denk-net.info
serviceb(at)servicebureau.de


Themenfeld

Rechtsextreme Orientierungen und Handlungen

Projektziele

Menschenverachtende Hasskommentare, absichtlich eingesetzte Verschwörungsideologien und manipulativ gestreute „Fake News“ verbreiten sich zunehmend viral im digitalen Raum. Auch für Jugendliche werden diese Phänomene in diversen Kommunikationsräumen des Internets erfahrbar.

Um einen reflektierten Umgang damit zu finden, konzipiert das ServiceBureau Jugendinformation zehn Workshop-Module für die außerschulische Jugendbildung, die auf der Website für andere Träger und Lehrkräfte kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Ziel des Workshops ist es, den Jugendlichen mittels Projektarbeit und spielerischer Methoden eine kritische Informationskompetenz zu vermitteln und sie durch praktische Hilfestellungen in ihrem Medienhandeln und ihrer Reflexionsfähigkeit zu stärken.

Bisherige Konzepte zum Thema „Hate Speech“ konzentrieren sich zumeist auf die Vermittlung von formal-kognitivem Wissen. Da Hassreden und -posts jedoch in der Regel emotional aufgeladen und nicht immer kognitiv erklärbar sind, setzt der #denk_net - Ansatz zudem auf einer emotionalen Ebene an und knüpft so direkt an den Lebensalltag von Jugendlichen an. Dadurch soll eine Stärkung der (digitalen) Zivilgesellschaft erreicht werden.


Handlungskonzept

Das ServiceBureau Jugendinformation entwickelt ein Konzept für die außerschulische Jugendbildung zum Umgang mit Hass im Netz, „Fake News“ und Verschwörungsideologien. Inhaltlich unterstützt wird es dabei von der Fachstelle Rechtsextremismus und Familie des LidiceHaus.

Im Rahmen des Projekts #denk_net werden zehn Workshop-Module entwickelt und erprobt, die sich mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Facetten der Thematik befassen. Das Modul „Wahr oder Fake“ beschäftigt sich beispielweise mit der Frage, woran  Jugendliche im Netz erkennen können, dass ein Inhalt auf gesicherten und nachvollziehbaren Informationen basiert. Mit geeigneten Tools erstellen sie auch eigene „Fake News“ und sehen dadurch, wie einfach gefälschte Inhalte generiert werden können, die auf den ersten Blick vermeintlich seriös erscheinen. In dem Modul „Hate Speech“ setzen sich Jugendliche mit Hass im Netz auseinander, entwickeln Gegenstrategien und Methoden, um auf Hassreden zu reagieren und betroffene Personen(-gruppen) zu unterstützen.

Weitere Module sind u. a. :

#Phrasen-Trasher
#Spürnasen
#Hey, ich schwör, das stand so im Netz!
#Social Bots
#Was heißt hier eigentlich Lügenpresse?!
#Gerüchteküche
#Schwarzer Humor
# Ist doch klar!

Das Konzept richtet sich an Jugendliche der Jahrgänge acht bis zehn Jahren und kann als Ein- bis Dreitagesseminar angeboten werden. Darüber hinaus wird ein „Train-the-Trainer“ Fortbildungskonzept für Lehrkräfte und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie ein „Peer-Learning-Konzept“ entwickelt. Ebenfalls sind Kooperationen mit Bremer Akteuren wie dem Programmkino City 46 und dem Kulturzentrum Schlachthof geplant.