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Demokratieförderung durch Kommunale Konfliktberatung in der Altmark (Sachsen-Anhalt)

Kontaktdaten

Verein zur Förderung der beruflichen Bildung in der Region Altmark West e. V. (VFB Salzwedel)
Alte Pumpe 11
29410 Salzwedel
Tel: 03901 301490
thomas.koberstein(at)vfb-saw.de


Themenfeld

Rechtsextreme Orientierungen und Handlungen


Projektziele

Demokratieskepsis und Menschenfeindlichkeit, die eine Grundlage von Extremismus und nationalistischen Handlungen bilden, sind auf unterschiedliche Faktoren zurückzuführen. Diese wirken in verschiedenen kommunalen Kontexten auf unterschiedliche, jeweils spezifische Weise. Ihre Bearbeitung erfordert einen systemischen Ansatz, der diese Faktoren und ihr komplexes Zusammenwirken in den Blick nimmt. Staatliche und zivilgesellschaftliche Akteure, ihre Handlungen und deren Wirkungen insgesamt werden damit gemeinsam betrachtet.

Entscheidungsträgerinnen und -träger wollen verstehen, an welchen Schaltstellen mit den vorhandenen Möglichkeiten und Ressourcen auf innovative Weise Einfluss ausgeübt werden kann, um dem Bedürfnis der Bürgerinnen und Bürger nach Beteiligung gerecht zu werden, sozialen Zusammenhalt zu stärken und Radikalisierung nachhaltig entgegenzuwirken.

Hierbei handelt es sich um eine Form indirekter Radikalisierungsprävention, die auf den Sozialraum zielt: auf die lokale demokratische Konfliktbearbeitungskultur, das „Klima“ im Sozialraum, den Mangel an erwachsenen Rollenträgerinnen und -tägern, die konstruktive und gewaltfreie Konfliktbearbeitung vorleben.
Hauptzielgruppe sind staatliche Entscheidungsträgerinnen und -träger in den Partnergemeinden, Verantwortliche bei Trägern sozialer Arbeit und bei Vereinen sowie allgemein in der Zivilgesellschaft. Die Öffentlichkeit in den Kommunen wird bedarfsorientiert einbezogen.


Handlungskonzept

Methodisch wird der in mehreren Bundesländern angewandte Ansatz der kommunalen Konfliktbearbeitung eingesetzt. Diese Methodik wird durch das Modellvorhaben an die Herausforderungen in den Gemeinden angepasst und kontinuierlich weiterentwickelt.

Mit relevanten Akteuren in den ausgewählten Kommunen werden Gespräche geführt, um ein Verständnis der jeweiligen gesellschaftlichen Dynamik zu fördern. Auf dieser Grundlage wird eine systemische Situations- und Konfliktanalyse erstellt und visualisiert, die ortsspezifische Handlungsbedarfe offenlegt. Mit den kommunalen Entscheidungsträgerinnen und -trägern werden konkrete Handlungsoptionen entwickelt und in einem Handlungskonzept zusammengefasst.

Das Partnernetzwerk im Projekt trifft sich auf Fachtagungen, tauscht Erfahrungen aus und gibt Rückmeldungen zur Weiterentwicklung der Methodik. Dabei werden auch die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung einbezogen. Darüber hinaus soll eine Vernetzung von Erfahrungen im regionalen und überregionalen Kontext hergestellt werden.