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DelOS - Demokratie leben in Osnabrück

Kontaktdaten

DETO - Verein zur Förderung von Demokratie, Toleranz und interkulturelle Verständigung Osnabrück e. V.
Große Schulstraße 53
49078 Osnabrück
Tel: 0541 4099440
info(at)deto-ev.org
http://deto-ev.org/delos/delos.htm


Themenbereich

Rechtsextreme Orientierungen und Handlungen


Projektziele

Das Ziel des Projekts DelOS besteht darin, junge Menschen in Osnabrück im Alter zwischen 13 und 18 Jahren mit Nähe zum Rechtsextremismus zu erreichen, sie in Angebote für Demokratie und Vielfalt einzubeziehen und letztlich fremdenfeindliche Handlungen wirksam abzubauen. Über erlebnispädagogische Aktivitäten und die Arbeit mit den „Sozialen Netzwerken“ bzw. dem Internet sollen sich die Jugendlichen konstruktiv mit der Thematik Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit auseinandersetzen. Das Erlernen technischer Fertigkeiten, der Umgang mit (Neuen) Medien und interkulturellen Inhalten steht dabei im Zentrum und führt zu weitergehenden Fähigkeiten wie z.B. der Fähigkeit zur Medienkritik.

Das Projekt wird verschiedene Projektmodule entwickeln und umsetzen, in denen die Jugendlichen pädagogische Angebote wahrnehmen. Die Teilnehmenden sollen dabei die eigene kulturelle Vielfalt wahrnehmen, Vorurteile abbauen sowie die Bereitschaft zu Konflikten und zur Übernahme radikaler Handlungsmuster abbauen. Eine stetige Vernetzung, ein kontinuierlicher Austausch zwischen den Kooperationspartnern in der Stadt Osnabrück und die Entwicklung einer gemeinsamen Exit-Strategie bilden die Grundlage für die Einbindung in kommunale Weiterführungs- und Umsetzungsstrukturen.


Handlungskonzept

Der theoretisch-methodische Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Arbeit mit Social Media/(Neuen) Medien, da rechtsextreme Akteure verstärkt Soziale Netzwerke bzw. das Internet als Verbreitungsmedium ihrer Ideologien sowie als Rekrutierungsfeld für neue Anhänger nutzen und auf diese Weise in die Lebenswelt/Alltagskultur der Jugendlichen eindringen. Die Zielgruppe soll über die Kooperationspartner erreicht werden.

Da die Nutzung von Social Media und des Internets einen hohen Stellenwert bei den Jugendlichen besitzt, setzt das Projekt an diesem Interesse an. Die Jugendlichen werden dabei auf zwei Ebenen angesprochen, die miteinander verknüpft sind: a) die reale Alltags-/Erlebniswelt und b) die virtuelle Welt.

Die Umsetzung auf der Ebene der Alltagswelt beinhaltet die Durchführung von Projekttagen und erlebnispädagogischen Aktivitäten, Workshops zum Thema Musik, Sport und die Auseinandersetzung mit Jugendkulturen. Konkret bedeutet das die Durchführung unter anderem von folgenden Angeboten:

Teamtrainings im Hochseilgarten, Besuch der Gedenkstätte Augustaschacht,  jugendkulturelle Projekttage (politische Bildungsarbeit) mit dem Archiv der Jugendkulturen, Projekttag zum Thema „Menschenrechte“, offenes Integrationsangebot durch gemeinsame Arbeit von jugendlichen Flüchtlingen mit Jugendlichen aus dem Stadtteil in einer Fahrradwerkstatt, ein Theaterstück (Präventionstheater) zum Thema (Rechts-)Extremismus und Menschenfeindlichkeit etc. Ziel ist es, die Teilnehmenden in ihrer (sozialen) Handlungskompetenz zu bestärken.

Die Umsetzung auf der Ebene der virtuellen Welt umfasst hingegen die Arbeit mit Social Media/Neuen Medien in regelmäßigen, in die Curricula integrierten Kursen. Im Fokus stehen hier die kritische Diskussion und Analyse rechtsextremistisch geprägter Texte und Filme (im Internet), die Dokumentation und medientechnische Aufbereitung (Durchführung von Interviews etc.) von eigenen Erfahrungen mit Rechtsextremismus, die Foto-AG (z. B. Herausarbeitung der Darstellung bestimmter Personengruppen, Identifikation von Klischees und deren Analyse durch die Nachstellung bestimmter Szenen), die Analyse von Verhaltensweisen im Internet und Workshops zu „Gefahren im Internet“ etc. Ziel ist hier, die Teilnehmenden für entsprechende rechtsextremistische Inhalte, insbesondere im Internet, zu sensibilisieren und sie zur  Selbstreflexion, Medienkompetenz und Medienkritik zu befähigen.

Die Projektmodule werden kontinuierlich weiterentwickelt und optimiert, so dass sich Inhalte und Methode in den Förderjahren verändern werden. Die Kooperationspartner sollen ferner zur nachhaltigen Weiterführung der positiven Projektimpulse und –ansätze befähigt werden.