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Dekonstrukt – Auseinandersetzung mit neurechter Ideologie und Strukturen

Kontaktdaten

CJD Nord, Büro Hamburg
Glockengießerwall 3
20095 Hamburg
Tel: 040 211 118 132
info(at)dekonstrukt.org


Themenfeld

Rechtsextreme Orientierungen und Handlungen


Projektziele

Das Modellprojekt „Dekonstrukt – Auseinandersetzung mit neurechter Ideologie und Strukturen“ entwickelt pädagogische Handlungsmöglichkeiten und informiert zu Fragestellungen, Zugängen und Distanzierungsförderung im Feld der „Neuen Rechten“. In den letzten Jahren sind Strukturen, die der sogenannten „Neuen Rechten“ zuzuordnen sind, offensiver aufgetreten und auch verstärkt in der „Mitte der Gesellschaft“ wahrzunehmen. Vor allem jugendkulturell auftretende Gruppierungen wie die „Identitäre Bewegung“ bilden eine Scharnierfunktion zwischen den verschiedenen Akteurinnen und Akteuren der (extremen) Rechten. Diese versuchen vor allem über Social Media Jugendliche und junge Erwachsene für rassistische, völkische und sexistische Denkweisen und Aktionsformate zu gewinnen.

Das Modellprojekt „Dekonstrukt“ nimmt das Spektrum (extrem) rechter Gruppierungen mit seinen Organisationsformen, Inhalten und Strategien in den Blick und entwickelt pädagogische Handlungsmöglichkeiten und Formen der Ansprache mit dem Ziel der Distanzierung.


Handlungskonzept

Das Modellprojekt „Dekonstrukt – Auseinandersetzung mit neurechter Ideologie und Strukturen“ erarbeitet und erprobt innovative Zugänge, (medien-) pädagogische Interventionen und Strategien der Auseinandersetzung. Die Zugänge und Methoden fokussieren dabei auf Sympathisantinnen und Sypathisanten (rechtsaffine junge Menschen, die sich von Inhalten und Aktionen der jugendkulturell inszenierten „Neuen Rechten“ angesprochen fühlen) sowie Akteurinnen und Akteure (junge Menschen, die ideologisch, sozial und habituell eingebunden sind in Strukturen der „Neuen Rechten“).

Das Ziel ist, Erkenntnisse, Erfahrungen und Methoden wissenschaftlich und pädagogisch aufzubereiten und weiterzuvermitteln, sodass sie von Regelstrukturen (Kinder- und Jugendhilfe, Schule, Universität und andere Institutionen), Distanzierungs- und Ausstiegsprojekten sowie weiteren Interessentinnen und Interessenten genutzt und auch in der Wissenschaft Anwendung finden können.

Dabei werden Erkenntnisse der bisherigen pädagogischen Arbeit im Feld insbesondere aus den Erfahrungen der Distanzierungs- und Ausstiegsberatungen weiterentwickelt, es wird Neues im Bereich Social Media ausprobiert und Wissen in Form von Veröffentlichungen sowie Bildungs-, Vernetzungs- und Austauschmöglichkeiten mit Fachkräften, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie weiteren interessierten Personen geteilt.

Eine wissenschaftliche Begleitung des Modellprojekts stellt den Fachaustausch zwischen Theorie und Praxis sicher. Zusätzlich findet eine enge Kooperation mit dem Distanzierungs- und Ausstiegsprojekt „Kurswechsel“ statt.