Zum Inhalt springen Zum Hauptmenü springen Zum Servicemenü springen

Debate - für digitale demokratische Kultur

Kontaktdaten

Amadeu Antonio Stiftung
Novalisstraße 12
10115 Berlin
Tel: 030 24088624
info(at)amadeu-antonio-stiftung.de
www.amadeu-antonio-stiftung.de


Themenbereich

Rechtsextreme Orientierungen und Handlungen


Projektziele

Das Internet und die sozialen Netzwerke bilden einen elementaren Bestandteil der Lebenswelten von Jugendlichen. Gleichzeitig stellen sie das Propagandamedium erster Wahl für Rechtsextreme dar und sind somit der ideale Ort für Rechtsextreme, um junge Menschen für sich zu gewinnen.

Präventionsarbeit ist dadurch vor neue Aufgaben gestellt, pädagogische Konzepte der Intervention müssen vor allem auf ihren neuen, digitalen Handlungskontext überprüft werden. Das Modellprojekt versucht Antworten auf diese zivilgesellschaftlichen Herausforderungen und Möglichkeiten im digitalen Raum zu finden. Dazu sollen unterschiedliche Methoden der pädagogischen Online-Arbeit mit rechtsextrem gefährdeten und orientierten Jugendlichen erarbeitet und erprobt werden. Hierbei sollen Kenntnislücken bei pädagogischen Kräften zu Radikalisierung in sozialen Netzwerken sowie rechtsextremen Phänomenen und Strategien im digitalen Raum geschlossen werden.


Handlungskonzept

No-nazi.net dokumentiert und analysiert rechtsextreme Gefahrenherde, Online-Strategien und Kampagnen. Das Monitoring ist Grundlage einer zielgerichteten Präventionsarbeit, erprobt Formen der Ansprache und Intervention und sucht nach innovativen Wegen der Deradikalisierung. Hierzu wird eng mit den Plattformenbetreibenden der sozialen Netzwerke zusammengearbeitet, um die Veränderung der Nutzungsbedingungen, als auch die Durchsetzung eines "digitalen Hausrechtes" gegen rechtsextreme Inhalte zu befördern und mitzugestalten. Darüber hinaus erfolgt eine Kooperation mit allen relevanten Akteuren im Bereich Rechtsextremismus und Onlinepädagogik.

Für das Jahr 2015 sind neben Events mit Bloggern und Jugendlichen auch zwei Onlinekampagnen geplant, die sich zum einen der Aufklärung antisemitischer Narrative widmen, zum anderen den Vorurteilen in der Flüchtlingsfrage mit Fakten begegnen. Außerdem ist eine so genannte „Bot-Kampagne geplant“ - der Versuch Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit mit Technik zu begegnen. Bots generieren automatisierte Antworten auf bestimmte Reizworte, die sich dann in Onlinedebatten einschalten und Gegenargument bzw. graphischen Techniken bedienen. Darüber hinaus wird eine Konferenz zum Thema "Zivilgesellschaftliches Engagement 2.0" durchgeführt.

In Deutschland gibt es viele zivilgesellschaftliche Initiativen und Organisationen, die sich für eine Gesellschaft engagieren, in der konsequent gegen Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Diskriminierung vorgegangen wird. Dieses erfolgreiche Engagement digital zu übersetzen ist so wichtig wie schwierig. An dieser Stelle setzt no-nazi.net an und ist damit das erste Projekt seiner Art, das sich dem digitalen Wandeln und einer demokratischen Gesellschaft widmet.