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Berliner (Berufs-) Schulen für weltanschauliche und religiöse Vielfalt

Kontaktdaten

DEVI e. V. - Verein für Demokratie und Vielfalt in Schule und beruflicher Bildung
Ramlerstr. 27
13355 Berlin
Tel: 030 475 956 41
kontakt(at)devi.berlin


Themenfeld

Islamistische Orientierungen und Handlungen


Projektziele

Ziel des Modellprojektes ist es, an Berufsschulen und Oberstufenzentren in Berlin und Brandenburg eine demokratische Schulkultur zu stärken. In den beteiligten Schulen und Einrichtungen sollen religiös begründete, demokratie- und menschenrechtsgefährdende Einstellungen bei Auszubildenden sowie Schülerinnen und Schülern abgebaut und eine islamistische Radikalisierung verhindert werden.

Die Auseinandersetzung mit Islamismus und Salafismus soll die Einrichtungen bei der Schaffung einer demokratischen und menschenrechtlich orientieren Schulkultur unterstützen, innerhalb derer sich Lernende und Lehrende unabhängig ihrer Herkunft, ihres Geschlechts, ihrer Religion, Weltanschauung oder sexuellen Orientierung anerkannt fühlen.
An den Schulen werden kompetente Ansprechpartnerinnen und -partner zum Themenfeld fortgebildet, die in die jeweiligen Beratungssysteme der Schulen eingebunden sind und in der Lage sind, die Aktivitäten zum Themenfeld zu steuern und in der Schule dauerhaft zu verankern.

In den Formaten Diskussionsforen und Klassentagen zur Sensibilisierung und Immunisierung können sich Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildende zu den Themen „religiöse Radikalisierung“ und „weltanschauliche und religiöse Vielfalt“ austauschen. Diese werden an den beteiligten Schulen angeboten und durchgeführt. Es werden Handlungsroutinen bei entsprechenden Vorfällen installiert und angewendet.


Handlungskonzept

Kernstück des Projektes ist die Fortbildung von Lehrerinnen und Lehrern bzw. schulischen Sozialpädagoginnen und -pädagogen sowie Ausbildenden zu Beratungslehrerinnen und -lehrern für weltanschauliche und religiöse Vielfalt. Thematisch liegt der Schwerpunkt auf dem Umgang mit Islamismus und konfrontativer Religionsbekundung. Insgesamt findet im Schuljahr 2017/2018 und im Schuljahr 2018/2019 jeweils ein Ausbildungsgang mit acht Fortbildungstagen (Ganztagsveranstaltungen) inklusive einer Auftakt- und einer Abschlussveranstaltung statt. Der erste Durchgang der Fortbildungsreihe startet am 23. November 2017 mit der Auftaktveranstaltung.

Im zweiten Jahr werden den fortgebildeten Lehrerinnen und Lehrer halbjährlich Reflexions- und Thementage angeboten. Nach Abschluss der Fortbildung und Zertifizierung ist ein zentraler Bestandteil, die „Beratungslehrerinnen und -lehrer für weltanschauliche und religiöse Vielfalt“ in die Beratungssysteme der Schulen einzubinden.

Foren und Klassentage für Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildende in den beteiligten (Berufs-)Schulen

Für die beteiligten (Berufs-)Schulen werden für die Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildende Klassentage und Foren angeboten. Die Klassentage werden für die primäre und sekundäre Prävention in unterschiedlichen Formaten angeboten. Bei der primären Prävention steht die Auseinandersetzung über Wertvorstellungen, Fragen aus Religion und Gesellschaft und die Auseinandersetzung mit dem Islam und seinen radikalen Ausformungen im Mittelpunkt.

Bei der sekundären Prävention liegt der Schwerpunkt bei der Information über Vorgehensweisen und Rekrutierungsmethoden salafistischer Gruppen und der direkten Auseinandersetzung mit islamistischen und salafistischen Positionen.

Die Foren sind ein neues und offenes Format, das wir anbieten wollen. Hier soll klassenübergreifend themenbezogen in größeren und kleineren Gruppen mit unterschiedlichen Methoden und Formaten gearbeitet und diskutiert werden.