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Akteure der Jugendbildung stärken - Jugendliche vor Radikalisierung schützen

Kontaktdaten

Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus - KIgA e. V.
Kottbusser Damm 94
10967 Berlin
Tel: 030 830309130
mail(at)kiga-berlin.org
www.kiga-berlin.org/index.php?page=weitere-projekte&hl=de_DE


Themenbereich

Islamistische Orientierungen und Handlungen


Projektziele

Ziel des Modellprojektes ist es, im konfliktbelasteten Sozialraum Berlin-Kreuzberg eine Präventions- und Distanzierungsstrategie gegenüber demokratiefeindlichen Einstellungen und islamistischen Radikalisierungstendenzen zu entwickeln und zu erproben. Hierbei sollen unterschiedliche Sozialraumakteure eingebunden werden. Angestrebt wird eine langfristige Verbesserung des sozialen Klimas vor Ort.

Auf Basis der Erfahrungen des Trägers hinsichtlich der Einbindung von Peers in die politische Bildungsarbeit, steht die modellhafte Erarbeitung eines entsprechenden Ausbildungsformates für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren u. a. Lehrerinnen und Lehrer, Jugendsozialarbeiterinnen und -arbeiter, Studierende Lehramt und Soziale Arbeit) sowie um die Entwicklung, Erprobung und Verstetigung von peer-basierten Maßnahmen im Vordergrund der Arbeit des Projekts.

Die Formate legen ihre Schwerpunkte auf die Vermittlung von Wissen, Kompetenzen und geeigneten Handlungsstrategien im Sinne einer Islamismusprävention durch die politische Bildung sowie auf Maßnahmen einer selbstreflexiven und kritischen Auseinandersetzung mit sowohl gesellschaftlichen als auch eigenen Deutungs- und Handlungsmustern in der Thematisierung von Islam und Muslimen.


Handlungskonzept

Bei der Arbeit im konfliktbelasteten Sozialraum in Berlin-Kreuzberg wird es zunächst um die Eruierung der Ressourcen, Herausforderungen und Erfahrungen vor Ort gehen. Dies erfolgt maßgeblich auf Basis eines Austausches mit den Agierenden vor Ort und der Dokumentation zentraler Erkenntnisse. Im Nachgang wird ein Handlungskonzepts erarbeitet, das auf die Ressourcen und Bedarfe im Kiez abgestimmt ist. Die Konzeptentwicklung wird daher in enger Zusammenarbeit mit Agierenden aus den Familien, der Nachbarschaft, der Schule und den Jugendeinrichtungen vor Ort entworfen.

Bei dem Peerkonzept werden zunächst die Erfahrungen und Ansätze des Trägers hinsichtlich peer-basierten Präventionsstrategien zusammengetragen und reflektiert. Dazu gehört auch, dass vorhandenes Schulkonzept durch bereits als Peers tätige junge Erwachsene in Form von Seminarreihe in einer Kreuzberger Schule durchgeführt werden. Die Erfahrungen in der Umsetzung werden intensiv begleitet und evaluiert, um Probleme und Handlungsschwierigkeiten festzustellen. Nicht zuletzt diese Erkenntnisse und die Erkenntnisse anderer Träger in der Peer-Education bilden das Fundament des Qualifizierungskonzeptes für die Peer-Educators. Nach der Beendigung der Qualifizierung werden die Peers die gelernten Ansätze, Konzepte und Maßnahmen in unterschiedlichen Strukturfeldern (z.B. an Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen, Jugendarbeit der Migrantenselbstorganisationen und Moscheegemeinden) anbieten. Dabei werden sie von dem Projektteam  fachlich und organisatorisch unterstützt. Darüber hinaus werden Möglichkeiten einer Verstetigung der Angebote auch nach Ende der Laufzeit des Modellprojekts herausgearbeitet.

Im Bereich der Fort- und Weiterbildung werden bisherige Erfahrungen des Trägers im Themenfeld reflektiert, Problem- und Bedarfserhebungen bei unterschiedlichen Zielgruppen empirisch abgesichert. Diese fließen in die Entwicklung von Fort/Weiterbildungsangeboten mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten (Wissens- und Kompetenzvermittlung, Selbstreflektionsfähigkeit, Vorurteilskritik, Handlungsstrategien) für verschiedene Zielgruppen ein. Zuletzt folgen die Erprobung und Durchführung der unterschiedlichen Angebote inkl. Evaluation und Modifikationen.

Die gesammelten Erfahrungen und Ansätze in allen drei Bereichen werden in einer Abschusspublikation dokumentiert.