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RausWege - Deradikalisierung und Prävention in der Resozialisierung

Kontaktdaten

iteinander - Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e. V. (im Verbund mit dem Landesverband für Kriminalprävention und Resozialisierung Sachsen-Anhalt e. V.)
Erich-Weinert-Straße 30
39104 Magdeburg
Tel: 0391 620773
net.gs(at)miteinander-ev.de

www.miteinander-ev.de/rauswege


Bundesland

Sachsen-Anhalt


Projektziele

Das Modellprojekt „RausWege“ möchte bestehende Regelstrukturen der freien Straffälligenhilfe sowie des Sozialen Dienstes der Justiz in Sachsen-Anhalt in der Arbeit stärken, unterstützen und qualifizieren, um sowohl präventive als auch intervenierende Maßnahmen im Umgang mit der Radikalisierung für die Zielgruppe des politischen Rechtsextremismus innerhalb und außerhalb des Justizvollzugs zu entwickeln und umzusetzen, insbesondere in der kritischen Zeit nach der Haftentlassung.

Die Projektarbeit setzt Impulse, gelingende Resozialisierung als Ziel und Aufgabe aller Akteurinnen und Akteure der freien Straffälligenhilfe und des Sozialen Dienstes der Justiz auch in Bezug auf Prävention und Deradikalisierung zu unterstützen. Ziel der Projektarbeit ist es, in enger Abstimmung mit den Fachkräften Unterstützungs-, Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebote im Themenkontext Radikalisierung und Rechtsextremismus zu entwickeln und durchzuführen. Die gemeinsam erarbeiteten Ansätze fließen in die Arbeit der Regelstrukturen der Straffälligenhilfe ein, sodass der Weg zur Legalbewährung, das heißt nicht rückfällig zu werden, von Beginn an im Sinne demokratischer und an den Menschenrechten orientierter Werte begleitet werden kann.


Handlungskonzept

Das Modellprojekt wird im Trägerverbund vom Fachträger Miteinander – Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e. V. mit langjährigen Erfahrungen im Themenbereich Rechtsextremismus und Radikalisierungsprävention/Deradikalisierung in und außerhalb des Strafvollzugs und dem Fachträger der freien Straffälligenhilfe, dem Landesverband für Kriminalprävention und Resozialisierung Sachsen-Anhalt e. V. (LKR) durchgeführt. Diese Kooperation ermöglicht die multiprofessionelle Bearbeitung der für das Modellprojekt angezeigten Ziele.
Um passgenaue Qualifizierungsangebote entwickeln und bedarfsgerecht anbieten zu können, werden strukturelle und regionale Schwerpunkte sowie Bedarfe erfasst. Hierzu greift das Modellprojekt auf die bestehenden Strukturen des LKR zurück. Unter anderem in Werkstattgesprächen wird eine Bedarfsanalyse durchgeführt.

Ziel der daraus entwickelten Qualifizierungsangebote ist es vor allem, Fachkräften in der freien und staatlichen Straffälligenhilfe in Sachsen-Anhalt Fortbildungs-und Qualifizierungsmöglichkeiten sowie zusätzliche Fachaustausche zum Themenfeld zu ermöglichen, in denen gezielt Erfahrungen reflektiert und gemeinsam mögliche Handlungsansätze entwickelt, besprochen und vorgestellt werden. Bei der Weitererarbeitung der Qualifizierungsmodule gilt es, die Bedarfe und die Passgenauigkeit der Angebote für die jeweilige Qualifizierungsstelle zu beachten.

Im Bedarfsfall können sich die Fachkräfte an das Modellprojekt wenden und werden in der Entwicklung und Durchführung von Maßnahmen beraten und fachlich begleitet, wenn es darum geht, Angebote zur Radikalisierungsprävention und Maßnahmen der Deradikalisierung zu unterstützen. Dabei soll es zunächst darum gehen, bestehende Angebote der Regelstruktur zu unterstützen, in denen die Fachkräfte mit Positionen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit konfrontiert sind und sich diese Positionen auf ihre Arbeit im Sinne gelingender Resozialisierung negativ auswirken-. In den nächsten Schritten werden Angebote entwickelt und durchgeführt, die innerhalb und außerhalb des Vollzuges geeignet sind, Einfluss auf menschenfeindliche Einstellungen zu nehmen und Radikalisierungsprozesse zu unterbinden.