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Respekt für Vielfalt - Gemeinsam gegen Menschenfeindlichkeit

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Kontaktdaten

Landkreis Göttingen - Jugendamt, Kinder- und Jugendbüro
Gothaer Platz 2
37083 Göttingen
Tel: 0551 5252112
reichmann[at]landkreisgoettingen.de
www.landkreisgoettingen.de/magazin/artikel.php?artikel=7275&type=2&menuid=267&topmenu=443


Themenbereich

Rechtsextreme Orientierungen und Handlungen


Projektziele

Das Projekt „Respekt für Vielfalt – Gemeinsam gegen Menschenfeindlichkeit“ durchgeführt durch das Jugendamt (Kinder- und Jugendbüro) des Landkreises Göttingen, wendet sich an junge Menschen, die im Begriff sind, sich zu radikalisieren. Weitere Adressaten sind Eltern und Bezugspersonen, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, Lehrerinnen und Lehrer und zivilgesellschaftliche Akteure.

Das Projekt entwickelt und erprobt pädagogische Interventionsformate, die Radikalisierungsprozesse bei Jugendlichen in den strukturschwachen ländlichen Räumen Südniedersachsens aufhalten sollen. Zudem werden Akteure vor Ort für den Umgang mit diesen Entwicklungen geschult. Eigeninitiativen und Aktivitäten sozialräumlicher Akteure (z.B. die lokalen Kinder- und Jugendbüros, Initiativen an Schulen oder Vereine, die jugendbezogen aktiv sind) werden eingebunden, ausgebaut und gestärkt. Methoden und lokale Handlungspläne, die sich im Rahmen des Modellprojekts als geeignet und praktikabel erweisen, sollen ggf. als dauerhafte Angebote übernommen und auf umliegende Landkreise übertragen werden.


Handlungskonzept

Das Modellprojekt „Respekt für Vielfalt“ ist Teil eines Gesamtkonzepts zur Demokratieförderung und Radikalisierungsprävention im Landkreis Göttingen. Es bietet einen jugendbezogenen Methodenmix aus Streetwork, aufsuchender Beratung, offener Jugendarbeit, Erlebnispädagogik und Gruppenarbeit. Multiplikatorinnen und Multiplikatoren werden durch Beratungs- und Bildungsangebote geschult. Ziel ist die Entwicklung lokaler Konzepte an Pilotstandorten, die auf andere Standorte übertragen werden können. Die lokalen Konzepte werden über Handlungsfahrpläne, Informationsveranstaltungen, Fachtage usw. verbreitet.

In einer ersten Phase werden zusammen mit den lokalen Akteuren die Bedarfslage erkundet und Brennpunktstandorte eruiert. An Pilotstandorten mit erheblichen Problembelastungen und möglichen Ansatzpunkten, bei denen lokale Akteure einbezogen werden können, werden in einer zweiten Phase geeignete Interventionskonzepte entwickelt. In einer dritten Phase werden diese ausgewertet und auf weitere Standorte übertragen. Die Publikation der Ergebnisse sowohl in Form von Handreichungen und Flyern als auch ggf. in anderer Form (Fachaufsätze, Buchform) ist geplant.

Das Modellprojekt ist auch hinsichtlich der Fusion, die im Oktober 2016 zwischen den Landkreisen Göttingen und Osterode umgesetzt wird, interessant. Negativeffekte für die demokratische Kultur und die Partizipation junger Menschen im ländlichen Raum sollen frühzeitig registriert und Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Innovativ ist dabei die Nutzung der Strukturreform für sozialräumliche Lernprozesse.