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"ZUGÄNGE SCHAFFEN" - Konzeptwerkstatt "Antisemitismus"

Kontaktdaten

Verein Miteinander leben e. V.
Bahide-Arslan-Gang
23879 Mölln
Tel: 04542 843309
miteinander.leben(at)t-online.de
http://www.zugaengeschaffen.de/


Themenfeld

Aktuelle Formen des Antisemitismus


Projektziele

Der Träger des Modellprojekts unterstützt seit 2002 Schulen und Jugendeinrichtungen in der Region Herzogtum Lauenburg / Südholstein / Hamburg bei der Vermittlung der Themen Judentum und Holocaust. Das im Rahmen des Bundesprogramms geförderte Projekt will das in den regionalen Schulen gut etablierte Vorgängerprojekt „Leben mit dem gelben Stern“ als Versuchsraum fortentwickeln, um dort mit neuen Konzepten zur Vermittlung von Inhalten zu den Themenkomplexen „Antisemitismus“, „aktueller Antisemitismus“ und „zeitgemäße Vermittlung von Wissen über den Holocaust“ Erfahrungen zu sammeln, aus denen sich nachfolgend Unterrichtsleitfäden entwickeln lassen. Dies soll mit Unterstützung von regionalen und überregionalen Expertinnen und Experten im Rahmen eines kontinuierlichen Prozesses der themenspezifischen Konzeptentwicklung und –evaluation erfolgen.

Parallel soll mit zivilgesellschaftlichen Akteuren aus der Region auch das Themenfeld „Antisemitismus in der Mitte“ der Gesellschaft beleuchtet werden, um auch hier Konzepte und Maßnahmen zu dessen Bearbeitung zu entwickeln, zu testen und zu bewerten.


Handlungskonzept

Der „Werkstattbetrieb“ wird in Zusammenarbeit mit Schulen realisiert, die bereit sind, die praktische pädagogische Arbeit der Konzeptwerkstatt mitzutragen, die entsprechenden Unterrichtseinheiten durchzuführen und an deren Evaluationen mitzuwirken. Des Weiteren werden im Rahmen des Modellprojekts Expertenworkshops und -tagungen durchgeführt.

Vor dem Hintergrund einer zunehmend heterogenen, zu immer größeren Teilen auch muslimisch geprägten Schülerschaft, deren individueller Zugang zum Thema Antisemitismus weniger über die historische Verantwortung Deutschlands gegenüber den Juden erreicht werden kann, sondern zunehmend durch den Nahostkonflikt gekennzeichnet ist, werden im Projekt zeitgemäße pädagogische Konzepte zu Bearbeitung des Themenkomplexes Antisemitismus in historischer und aktueller Perspektive entwickeln bzw. fortentwickeln. Die direkte Einbindung der jüdischen Gemeinden in der Region ist dabei vorgesehen.

Erklärtes Ziel ist es, die zu entwickelnden Konzepte in die Regelstrukturen zu übertragen. So sollten die Ergebnisse nicht nur den jeweiligen Kultusministerien (Hamburg und Schleswig-Holstein) empfohlen werden, sondern auch Eingang in die Neufassung des Landesgedenkstättenkonzeptes finden. Zudem sollen exemplarisch auch eigene Lehrmaterialien konzeptioniert und entwickelt sowie Artikel für Fachzeitschriften verfasst werden.