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Vorurteile abbauen, antisemitische Ressentiments bekämpfen

Kontaktdaten

Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus e. V.
Postfach 73 00 98
13062 Berlin
Tel: 030 91481169
salomon(at)jfda.de
http://juedisches-forum-demokratie-leben.de


Themenfeld

Aktuelle Formen des Antisemitismus


Projektziele

Antisemitische Ressentiments sind, wie verschiedene Kundgebungen im Sommer 2014 (unter anderem vor dem Hintergrund des Gaza-Krieges) zeigten, in allen Teilen der Gesellschaft in unterschiedlicher Intensität vorhanden. Insbesondere Äußerungen und Handlungen, die dem sogenannten israelbezogenen Antisemitismus zuzuordnen sind, erweisen sich dabei als gesamtgesellschaftliches Problemfeld, auf das vor allem auch bei der Ansprache von Jugendlichen adäquat reagiert werden sollte. Ausgehend von der tagesaktuellen Berichterstattung über antisemitische Vorfälle, soll das Modellprojekt „Vorurteile abbauen, antisemitische Ressentiments bekämpfen" deshalb Schülerinnen und Schülern ab der 9. Klasse über das hochaktuelle und nicht zuletzt demokratiegefährdende Phänomen Antisemitismus aufklären.

Unter Verwendung eigener Video- und Fotodokumentationen soll gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Pädagogik ein für die Zielgruppe attraktives pädagogisch-didaktisches Material entwickelt, und im Rahmen von 3-tägigen Workshops an Schulen erprobt werden. Die Ergebnisse der Auseinandersetzung sollen von den Schülerinnen und Schülern jeweils auf selbst gestalteten Plakaten festgehalten und im Rahmen von Ausstellungen an den Schulen zugänglich gemacht werden, um so weitere junge Menschen für eine reflektierte Auseinandersetzung mit antisemitischen Einstellungen zu sensibilisieren.


Handlungskonzept

Das Projektteam führt ein tägliches Monitoring von antisemitischen, rassistischen und homosexuellenfeindlichen Vorfällen durch und wertet eigene Video-, Ton- und Fotoaufnahmen aus, die auf Demonstrationen, Kundgebungen und anderen Veranstaltungen gefilmt und fotografiert werden. Die Monitoring-Analysen und das Anschauungsmaterial bilden den Grundstock der inhaltlichen Arbeit in den Workshops.

Die Workshops selbst werden mit einem interreligiös zusammengesetzten Team durchgeführt. Im ersten Teil setzen sich die Teilnehmenden mit dem Thema Vorurteile auseinander. In der darauf folgenden Doppelstunde wird antisemitischen Ressentiments auf den Grund gegangen. Anhand des entwickelten Anschauungsmaterials erarbeiten sich die Jugendlichen neben den historischen Ursprüngen insbesondere auch aktuelle Ausdrucksformen des Antisemitismus und setzen sich im dritten Teil des Workshops künstlerisch mit den vermittelten Inhalten auseinander. Aus den Collagen zu den Themen Vorurteile und Antisemitismus entstehen schließlich die Plakate für eine Ausstellung.

Die Vernissage der Ausstellung ist mit einer Podiumsdiskussion verbunden, in der Lernende, Lehrende, Gäste und Fachleute miteinander ins Gespräch kommen. Dies bietet eine Möglichkeit, die Auseinandersetzung mit Antisemitismus weiter in die Schule zu tragen. Die Ausstellung selber bleibt der jeweiligen Schule nach Abschluss des Projektes erhalten, so dass die Jugendlichen sich weiter mit dem Thema auseinandersetzen können. Dokumentation und ausgewählte Plakate erscheinen außerdem auf der Internetseite des Projektes.