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Schlussstrich, Weltbank, Israel - Methoden für die Auseinandersetzung mit modernen Formen des Antisemitismus

Kontaktdaten

Hatikva, Bildungs- und Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur Sachsen e. V.
Pulsnitzer Straße 10
01099 Dresden
Tel: 0351 802 048 9
info(at)hatikva.de
www.hatikva.de/weltbank-start


Themenfeld

Aktuelle Formen des Antisemitismus


Projektziele

Moderne Formen des Antisemitismus sind im Gegensatz zu den traditionellen Formen häufig schwerer zu erkennen, deutlich populärer und oft auch Teil verschiedenster Verschwörungstheorien bzw. finden Anknüpfungspunkte bei verschiedensten Weltbildern und Erklärungsmodellen. Auch bei Pädagoginnen und Pädagogen existiert häufig ein geringeres Bewusstsein für diese modernen Formen. Oft fehlen die Kenntnisse darüber oder auch einfach Kompetenzen, Ansätze für ein Entgegenwirken dieser populären Formen des Antisemitismus zu finden.

Hauptziel des Projektes ist es, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der Jugendbildung, der öffentlichen Schulen und der Erwachsenenbildung über moderne Formen des Antisemitismus zu unterrichten und ihre Kompetenzen für die Auseinandersetzung mit diesen Formen zu stärken.  Dazu sollen kleinteilige Module entwickelt und verbreitet werden, die ohne großen vorherigen Planungsaufwand in den „normalen“ Unterricht und die alltägliche Arbeit mit Jugendlichen integriert werden können.

Am Ende der Projektlaufzeit sollen möglichst viele Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der außerschulischen Jugendbildung, der öffentlichen Schulen und der Erwachsenenbildung die im Projekt entwickelten methodischen Hilfestellungen in ihr pädagogisches Repertoire für ihre alltägliche Arbeit aufgenommen haben.


Handlungskonzept

Die Methoden der Auseinandersetzung mit Antisemitismus haben oft den Umfang von Projekttagen oder Workshops mit einem Umfang von mehreren Stunden. Viele Multiplikatoren sowohl in der Arbeit mit Jugendlichen als auch in der Arbeit mit Erwachsenen können oftmals die erforderliche Zeit in ihrer Arbeit nicht aufbringen bzw. haben nur ein begrenztes Kontingent an Projekttagen und ähnlichem zur Verfügung. Außerdem fehlt es den Pädagoginnen und Pädagogen oft an finanzieller Ausstattung und generell der Umsetzungsmöglichkeiten für eigene themenspezifische Projekte. Um dennoch zielgerichtete methodische Hilfestellungen für Interventionen zu bieten, z.B. wenn von Schülern Stereotype, Vorurteile oder Paradigmen geäußert werden, die modernen Formen des Antisemitismus zuzuordnen sind, sollen die zu entwickelnden Module in ihrem zeitlichen Umfang an einer Unterrichtsstunde orientiert sein.

Dazu sollen zunächst für die Anwendung in Sachsen drei Module entwickelt werden, die  einen Überblick über Erscheinungsformen sowie methodische Ansätze und Hilfestellungen zu jeweils einer modernen Form des Antisemitismus bieten und dabei einen zeitlichen Umfang von 30 bis 45 Minuten nicht überschreiten (2015). In den folgenden Jahren werden unter Berücksichtigung der Erfahrungen aus der Erprobungsphase weitere 10 bis 15 Module erstellt (2016-2017). Diese sollen anschließend an regionale Bedarfe und spezielle Zielgruppen angepasst und bundesweit in möglichst viele Bereiche der Jugend- und Erwachsenenbildung implementiert (2018-2019) werden.

Um die Zielgruppe intensiv an der Konzeption und Umsetzung der Module zu beteiligen, wird die Erarbeitung und Implementierung dabei in allen Phasen durch Workshops, Fachgespräche und Tests der Module begleitet.