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Perspektivwechsel Plus

Kontaktdaten

Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (e. V.)
Projektleitung „Perspektivwechsel Plus“
Friedrichstraße 127
10178 Berlin
Tel: 030 21403273

Projektkoordination:
Johannesstraße 13
99084 Erfurt

info(at)zwst-perspektivwechsel.de
http://www.zwst-perspektivwechsel.de/


Themenfeld

Aktuelle Formen des Antisemitismus


Projektziele

Das Projekt befasst sich mit aktuellen Herausforderungen der Migrationsgesellschaft sowie den daraus erwachsenen Fragestellungen und Handlungsperspektiven. Es richtet sich gezielt an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der gesellschaftspolitisch orientierten Bildungs-/ Sozialarbeit sowie an Polizei und Verwaltung und bietet ihnen Fortbildungs- und Beratungsmöglichkeiten an.

Leitziel ist es, eine Auseinandersetzung mit Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (GMF) – insbesondere Antisemitismus und Rassismus – anzuregen und individuelle wie auch strukturelle Veränderungsprozesse anzustoßen. Der Innovationsgehalt liegt in erster Linie in der Entwicklung und Erprobung pädagogisch wirksamer Konzepte zum Umgang mit diesen Phänomenen in der Migrationsgesellschaft. Um diese brisanten Themen zu bearbeiten, bedarf es besonderer Aufmerksamkeit für Identitätsfragen, Perspektiven- und Erfahrungsvielfalt, Emotionen und Distanzierungsbedürfnisse aller Beteiligten.

Vor diesem Hintergrund arbeitet das Projekt mit selbstreflexiven und horizontalen (diskriminierungskritischen) Ansätzen. Diese Zugänge stellen sich als besonders wirksam heraus, um Veränderungen im Denken und Verhalten anzustoßen. Das Projekt schafft Raum für Reflexion und Wissenstransfer und setzt auf die Entwicklung von tragfähigen Kompetenzprofilen sowohl für Einzelne als auch für gesamte Organisationen.


Handlungskonzept

Das Projekt bietet Fort-, Weiter- und Ausbildungsmöglichkeiten an, unterstützt und begleitet Professionalisierungsprozesse im Rahmen von Community Coaching und Fachberatung unter Einbeziehung globaler Hintergründe und lokaler Ausgangsbedingungen. Dazu gehören eintägige Workshops und Fachveranstaltungen. Der Schwerpunkt liegt aber auf langfristig angelegten Kooperationen und nachhaltigen Bildungsprogrammen mit curricularem Durchführungsformat. Thematisch fokussiert das Projekt alle Formen der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit (GMF) in ihren historischen und aktuellen Dimensionen. Die zentralen Schwerpunkte sind aber Rassismus- und Antisemitismusprävention sowie Stärkung von Vielfalt und Diversität. Vorrangig wird das Projekt dazu in Thüringen durchgeführt.

Die inhaltliche Schwerpunktsetzung wie auch die Dauer und Struktur der Angebote sind nicht standardisiert. Sie werden bedarfsorientiert entwickelt und zielgruppenspezifisch konzipiert und umgesetzt. Hierfür arbeitet das Projekt mit einem speziell dafür entwickelten „Reflexionsansatz“ und entwickelt neue Veranstaltungsformate – wie Fortbildung, Supervision und Organisationsberatung. Bei langfristig angelegten und modular aufgebauten Bildungsprogrammen hat sich eine Dauer von 5 zweitägigen Modulen als wirkungsvoll erwiesen. Auf dieser Angebotsstruktur – einschließlich vertiefender Praxismodule, Fallberatung, Coaching und Beratung – kann je nach Bedarf und Zielsetzung aufgebaut werden.

Das Projekt kooperiert mit dem Landesprogramm „Denk Bunt“, Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (THILLM), der Landespolizeidirektion – Stabsstelle Polizeiliche Extremismusprävention in Erfurt, der PARITÄTISCHE Thüringen, dem Jugendamt in Saalfeld und vielen anderen Partnern.