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Objektiv! – Junge Medienmacher mit Durchblick

Kontaktdaten

Multikulturelles Forum e. V.
Münsterstraße 46b
44534 Lünen
Tel: 02306 30 63 010
info[at]multikulti-forum.de
http://www.multikulti-forum.de/soziales/objektiv-junge-medienmacher-mit-durchblick/


Themenfeld

Aktuelle Formen des Antisemitismus


Projektziele

Mit dem Modellprojekt „Objektiv – Junge Medienmacher mit Durchblick“ sollen junge Menschen für jüdische Stereotype und die Verbreitung von Antisemitismen in den Medien sensibilisiert werden. Mit speziell entwickelten Workshop-Formaten soll bei den Teilnehmenden der Blick dafür geschärft werden, inwiefern und auf welche Weise in verschiedenen Medienformaten jüdische Stereotype, Vorurteile und Antisemitismen verbreitet werden.

Dadurch soll eine Befähigung zum (antisemitismus-)kritischen Umgang mit (digitalen) Medien erreicht werden. Diese Ziele sollen insbesondere durch Wissensvermittlung durch Information, Austausch und Begegnung, u. a. zu folgenden Schwerpunktthemen: „Aktuelle Formen von Antisemitismus“, „Jüdisches Leben heute“ und „Wirkmechanismen der Presse- und Medienlandschaft“ erfolgen.

Im Projekt sollen kreative, antisemitismuskritische Medienprodukte erarbeitet werden. Ziel ist die Bereitstellung einer Material- bzw. Mediensammlung unter anderem mit Produkten, die sich zur Bearbeitung des Themas „Antisemitismus in den Medien“ eignen.


Handlungskonzept

Zielgruppe des Projekts sind Menschen zwischen 16  und 27 Jahren. In den Workshops werden  sowohl deutschsprachige Medien (Filme, Serien, Nachrichtensendungen, Zeitschriften, Zeitungen, Social Media u.v.m.) eingesetzt als auch türkisch-, arabisch-, oder russischsprachige. Leitfragen bei der Betrachtung sind unter anderem die folgenden: Wie werden Jüdinnen und Juden sowie Jüdische Gemeinden in den Medien dargestellt? Was ist in der Berichterstattung über Israel zu beobachten?

Anhand konkreter Medienbeispiele sollen die Teilnehmenden dazu angeregt werden, Beiträge und Berichte kritisch zu betrachten und Einflüsse auf die eigene Meinungsbildung zu reflektieren. Wichtig ist es uns zu zeigen, dass Medien Chance und Risikofaktor zugleich sein können. Dazu lernen Jugendliche und junge Erwachsene die Wirkmechanismen der Presse- und Medienlandschaft besser kennen. Unter anderem treffen sie. auf Studierende des Fachbereichs Journalistik einer Hochschule und lernen von ihnen mehr über das journalistische Handwerk. Die angehenden Medienakteure der Hochschule werden durch die Ergebnisse der projektbezogenen Medienanalyse wiederum präventiv für eine antisemitismuskritische Berichterstattung sensibilisiert.

Aufgrund langjähriger positiver Erfahrungen des Trägers wird im Rahmen des Modellprojekts  außerdem die Begegnung mit gleichaltrigen Jüdinnen und Juden gefördert. Teilnehmende Jugendliche sowie Studierende bekommen so die Möglichkeit, jüdische Gemeinden zu besuchen und mehr über aktuelles jüdisches Leben in Deutschland zu erfahren.

Medienkritisch geschult, journalistisch sensibilisiert und durch die Begegnung gestärkt bekommt jede Projektgruppe im Rahmen von „Objektiv“ zum Abschluss die Möglichkeit, sich als „junge Medienmacher mit Durchblick“ auszuprobieren und selbst kreativ zu werden. Dabei sollen vorurteilsfreie und antisemitismuskritische Medienprodukte entstehen.