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Zugang für alle! Anlaufstelle für Antidiskriminierung am Übergang in den Beruf

Kontaktdaten

Alte Feuerwache
Axel-Springer-Str. 40/41
10969 Berlin
Tel: 030 253 992 10
stefanie.sauer(at)alte-feuerwache.de


Themenfeld

Rassismus und rassistische Diskriminierung


Projektziele

Der Übergang von Jugendlichen in das Arbeitsleben ist ein entscheidender Schritt, der Zugangschancen zu verschiedenen Teilhabedimensionen des gesamtgesellschaftlichen Lebens eröffnen oder aber verhindern kann.

Das Projekt ZUGANG FÜR ALLE! tritt der Tatsache entgegen, dass jungen Menschen aufgrund von Merkmalen wie Name, Religionszugehörigkeit, Wohnort u. a. der Zugang zu Ausbildung und Erwerbstätigkeit erschwert, wenn nicht gar verwehrt wird. Diese Tatsache führt bei den jungen Menschen oftmals zu einem Rückzug und auf Seiten der Unternehmen/Betriebe/Institutionen dazu, dass Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben.

Das Projekt stärkt die Jugendlichen in Beratungen sowie Workshops mit dem Ziel, neue Handlungsspielräume zu eröffnen. Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen, Betrieben und Institutionen werden adressatengerecht auf entscheidende Schnittstellen aufmerksam gemacht und darüber hinaus für Hürden sensibilisiert, die sie oftmals selbst setzen.

Die gewonnenen Erkenntnisse und Projektergebnisse werden in jugend- und arbeitsmarktpolitischen Netzwerken/ Gremien sowie in den verschiedenen Arbeitsbereichen des Trägers thematisiert und auf ihre Übertragbarkeit geprüft.


Handlungskonzept

ZUGANG FÜR ALLE! verfolgt den innovativen Ansatz, von Diskriminierung betroffene Jugendliche zu beraten und gleichzeitig Akteurinnen und Akteure der Ausbildungs- und Arbeitswelt zu ermutigen, diskriminierungssensible Perspektiven zu entwickeln und davon ausgehend diskriminierende Strukturen abzubauen. Unser Vorhaben profitiert dabei sowohl von langjährigen und erprobten Kooperationen mit verschiedensten Akteurinnen und Akteuren des Arbeits- und Ausbildungsmarktes sowie einer hohen Vertrauensstellung innerhalb der Schülerschaft verschiedener Berliner Sekundarsschulen.

Jugendliche der Minderheitsbevölkerung, die bereits von Diskriminierung betroffen waren, finden den benötigten geschützten Raum in Beratungen und Workshops, um ihre  Erfahrungen zu thematisieren und werden gleichzeitig von erfahrenen Beraterinnen und Beratern  darin unterstützt, zukunftsweisende Handlungsstrategien zur Realisierung einer passgenauen Ausbildungsperspektive zu entwickeln und zu realisieren. Betriebe und Unternehmen setzen sich in Workshops mit (oftmals nicht-intendierten) Ausgrenzungsmechanismen am Übergang Schule Beruf auseinander und entwickeln Perspektiven, um gesellschaftliche Vielfalt nutzen zu können.

Dem Ansatz der aktiven Begegnungen zwischen den Jugendlichen als aktive Veranstalter des jährlichen „Markt der Vielfalt“  und Vertreterinnen und Vertretern von Unternehmen, Betrieben und Institutionen kommt ein hoher innovativer Stellenwert zu. In diesem Format werden themenspezifische Diskussionen wie auch informelle Kontakte gefördert, die zu einer Annäherung von jungen Menschen und Vertreterinnen und Vertretern von Unternehmen, Betrieben und Institutionen – und darüber zu einem Abbau von Diskriminierung – führen. Von der Bandbreite des betrieblichen Netzwerkes, das aus öffentlich bekannten Unternehmen wie auch kleinen und mittleren Betrieben besteht, wird eine breitere Streuung der Ergebnisse in verschiedene Branchen und Unternehmenssektoren erwartet. Darüber hinaus setzt unser Projekt am Arbeitsmarktprogramm „Berlin Arbeit“  an und wird von der Landesantidiskriminierungsstelle sowie von bezirklichen Integrationsbeauftragten inhaltlich unterstützt.