Zum Inhalt springen Zum Hauptmenü springen Zum Servicemenü springen

„Toledo to do“

Kontaktdaten

LIFE - Umwelt Bildung Chancengleichheit e. V.
Rheinstr. 45
12161 Berlin
Tel: 030 308 798 15
schoeler-macher(at)life-online.de
http://toledo-planspiel.de


Themenfeld

Rassismus und rassistische Diskriminierung


Projektziele

Ausgangspunkt für das Projekt „Toledo to do“ ist der hochaktuelle Zusammenhang zwischen einem zunehmend in der deutschen Bevölkerung verbreiteten Bedrohungsgefühl durch Terroranschläge und einem Anstieg rassistischer und antimuslimischer Haltungen und Handlungen.

Mit dem Ziel, einen nachhaltigen, präventiven Beitrag gegen Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit zu leisten sowie die Handlungskompetenz von Organisationen der Jugendbildung im Umgang mit rassistischer Diskriminierung und Vielfalt zu stärken, wird eine innovative pädagogische Methode („Toledo to do“ – Planspiel) weiterentwickelt. Mit Jugendlichen unterschiedlicher kulturell-ethnischer, religiöser und weltanschaulicher Herkunft bzw. Prägungen in Berlin, Bayern und Baden-Württemberg wird die Methode erprobt und verbreitet. Sie soll den Aufbau von lokalen Vertrauensnetzwerken und eine Stärkung von Demokratie- und Diversitätskompetenz vor Ort ermöglichen.

Das Projekt richtet sich gleichermaßen an Jugendliche/junge Erwachsene, die in den Toledo-Planspielen lernen, sich eigener rassistischer Zuschreibungspraxen und Vorurteile im Kontext politischer Bedrohungsszenarien bewusst zu werden und diesen entgegenzuwirken, wie auch - mit Fortbildungsangeboten - an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der Jugendarbeit und Bildung.


Handlungskonzept

Ausgangsbasis für das innovative pädagogische Konzept ist das in Israel entwickelte Rollenspiel „Toledo-a-delicate-Balance“. Im Zentrum des Projekts steht die Weiterentwicklung, Erprobung, wissenschaftliche Evaluation und nachhaltige Implementierung dieser pädagogischen Methode und die Kombination mit dem partizipativen Ansatz der Bürgerschaftsforen (Citizen Panel). Die Entwicklung des Planspiels „Toledo to do“ sowie die Durchführung einer wissenschaftlichen Begleitforschung wird in Zusammenarbeit mit der empati gGmbH, der Berliner Senatsverwaltung für Bildung und Jugend und dem Zentrum für Bildungsintegration der Universität Hildesheim als Partnerorganisation  umgesetzt. Das Projekt soll in folgenden Schritten umgesetzt werden:

  • (Weiter-)Entwicklung des methodischen Toledo-Planspiel- Ansatzes und dessen Erprobung
  • Durchführung von Fortbildungen für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie Pädagoginnen und Pädagogen in Berlin, Bayern und Baden-Württemberg
  • Konzeption und Durchführung von Toledo-Projekttagen/-wochen in Berlin, Bayern und Baden-Württemberg zur Sensibilisierung für unterschiedliche Diskriminierungsformen aufgrund von Herkunft, Religion und Kultur
  • Wissenschaftliche Begleitung und ergänzende Forschung zu rassistischer Diskriminierung in außerschulischen und schulischen Bildungseinrichtungen sowie zur Erfassung der Wirkung von Methoden antirassistischer Bildung und Demokratieerziehung im Kontext von religiöser und weltanschaulicher Vielfalt

Im Ergebnis liefert das Projekt eine erprobte und breit nutzbare pädagogische Methode, die in der außerschulischen und schulischen Bildung, beispielsweise für Projekttage in Schule und Jugendbildung, eingesetzt werden kann, um kulturell oder religiös/weltanschaulich geprägten Polarisierungen sowie daran anknüpfenden Vorurteilen und Diskriminierungen entgegenzuwirken und die Vertrauensnetzwerke quer zu ethnischen/ religiösen Differenzlinien stärkt.