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Prävention und Intervention durch interkulturelle Pädagogik

Kontaktdaten

Network African Rural and Urban Development e. V. (NARUD)
Genterstr. 7
13353 Berlin
Tel: 030 91515416
info(at)narud.org
http://piip-berlin.de/


Themenfeld

Rassismus und rassistische Diskriminierung


Projektziele

Das Modellprojekt will Diskriminierung und Rassismus entgegenwirken und entsprechende Vorfälle zugleich sichtbar machen. Mit pädagogischen Maßnahmen sollen sowohl Opfer als auch potenziell Betroffene gestärkt und auf Kiezebene Zivilcourage und Diversitätsbewusstsein gefördert werden. Außerdem soll die Präsenz von Menschen mit Migrationserfahrung in relevanten Einrichtungen gefördert werden, um so eine interkulturelle Öffnung zu erreichen.

Erfahrungen mit bewährten und avantgardistischen pädagogischen Methoden und Vernetzungsstrategien werden im Rahmen eines unterstützenden Kompetenzzentrums gesammelt und aufbereitet. Im weiteren Projektverlauf werden die gewonnenen Erkenntnisse für eine diversitätsbewusste Jugendarbeit als Handbuch zusammengefasst und für die breite Öffentlichkeit sollen relevante und aktuelle Informationen zur Antidiskriminierung für die Verbreitung per Smartphone bereitgestellt werden.

Mit dem Ende der Projektlaufzeit soll ein Impact seitens der erreichten Personengruppen feststellbar sein: Gesteigerte interkulturelle Kompetenz bei deutschstämmigem pädagogischem Personal und mehr Handlungsperspektiven zur aktiven Mitgestaltung bei Personen mit Migrationserfahrung. Des Weiteren soll die Bekanntheit und Nutzung des Registers Berlin als Instrument der Sichtbarmachung menschenfeindlicher Vorfälle gesteigert sein.


Handlungskonzept

Im Verlauf des Aufbaus von Kooperationen und eines Kick-Offs wird eine vertiefte Bedarfs- und Ressourcenanalyse durchgeführt, um Details der Angebote entsprechend zu gestalten. Ein Großteil der Aktivitäten kann mit einschlägigen NGOs als Partner umgesetzt werden. Innovativer Ausgangspunkt der Projektstrategie ist das Empowerment bei gleichzeiti-ger Einbindung von migrantischen Organisationen als aktiv Mitgestaltende. Bestehende und in Partnerschaft erweiterte Angebote aus migrantischen Kreisen werden durch das Projekt vernetzt. Außerdem werden die öffentliche Verwaltung, Bildungs- und Soziale Träger angesprochen, mit dem Ziel höherer interkultureller Offenheit und Diversitätsbewusstsein. Dazu werden Angebote zur Reflexion persönlicher Identität und gegebener Strukturen aus Antidiskriminierungs- und post-kolonialer Perspektive unterbreitet.

Veranstaltungsformate bestehen zum einen in Fortbildungen und Workshops mit Trainingscharakter zum anderen spielen Netzwerktreffen mit migrantischen Organisationen eine wesentliche Rolle – einschließlich Angeboten zur Bekanntma-chung ihrer Aktivitäten über die Vereinskommunikation. Für die Bekanntheit des Registers und als Denkanstöße zum Diskriminierungsthema werden außerdem Kampagnenmaterialien erstellt und verteilt.

Das sich an Deutsche ohne Migrationshintergrund wendende Konzept „Critical Whiteness“ stellt noch weitgehend sozial-pädagogisches Neuland dar und wird durch die praktische Erfahrung und Dokumentation weiter konstituiert. Das Konzept der „Interkulturellen Pädagogik“ wird im Projekt nicht als das „Zwischen“ zwei klar abgrenzbaren Kulturen stattfindende gesehen, sondern im kohäsionsorientierten Verständnis als Begleitung in die Multikollektivität von Personen und Gruppen. Begrifflich wird daher mitunter auch von Transkulturalität gesprochen.