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Not like Dis - Aktiv werden gegen Diskriminierung im Betrieb!

Kontaktdaten

DGB-Jugend Rheinland-Pfalz/Saarland
Kaiserstr. 26 - 30
55116 Mainz
Tel: 06131 281 637
leonie.hein(at)dgb.de


Themenfeld

Rassismus und rassistische Diskriminierung


Projektziele

Studien und die tagtägliche Arbeit der Gewerkschaftsjugend im Betrieb zeigen, dass auch unter Auszubildenden rechte Einstellungen und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit keine Einzelfälle sind.

Mit dem Projekt soll einerseits eine Sensibilisierung der Jugend- und Auszubildendenvertretungen (JAV) und der Auszubildenden für Diskriminierungen und alltägliche Rassismen am Arbeits- bzw. Ausbildungsplatz erreicht werden. Andererseits gilt es im Zusammenhang mit dieser Sensibilisierung die Strukturen der betrieblichen Mitbestimmung zu nutzen, um für Toleranz/Akzeptanz und die Stärkung des zivilgesellschaftlichen Engagements einzutreten.

Nicht zuletzt versprechen wir uns eine Steigerung der Arbeits- bzw. Ausbildungsplatzqualität durch diskriminierungs- und rassismusfreie(re) Räume in den Betrieben. Ferner soll das Projekt eine Grundlage legen für die erfolgreiche Integration Geflüchteter in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt und darüber hinaus auch in der Gesellschaft.


Handlungskonzept

Um das Projekt, welches durch das Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz (MFFJIV) Rheinland-Pfalz unterstützt wird, umzusetzen, sollen zunächst die Jugend- und Auszubildendenvertretungen (JAV) ausgewählter Betriebe zum Thema Antirassistische Arbeit im Betrieb geschult werden. Im Anschluss werden Bildungsbausteine für Betriebe erstellt, die von den zuvor geschulten Mitgliedern der JAVen als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren durchgeführt werden. Ziel ist es, eine möglichst langfristige kontinuierliche Arbeit mit den Jugend- und Auszubildendenvertretungen zu etablieren, um menschenverachtenden Einstellungen in den Betrieben dauerhaft wirksam entgegentreten zu können.

Die Konzepte für die Schulungen und Bildungsbausteine werden von bereits in diesem Bereich aktiven Jugend- und Auszubildendenvertretungen sowie Haupt- und Ehrenamtlichen aus der DGB-Jugend und dem Netzwerk für Demokratie und Courage (NDC) erarbeitet. So ist das Projekt von Beginn an in den ehrenamtlichen Strukturen sowohl der Gewerkschaftsjugend als auch des Netzwerks für Demokratie und Courage verankert. Die Wirksamkeit des Projektes soll aber über diese Strukturen hinaus alle Auszubildenden und im besten Fall auch alle anderen Beschäftigten in den teilnehmenden Betrieben erfassen.

Grundlage für die Konzepte ist der sowohl in der gewerkschaftlichen Jugendbildungsarbeit als auch im Netzwerk für Demokratie und Courage genutzte Peer-to-Peer-Ansatz. Die Konzepte werden sowohl teilnehmenden- als auch handlungsorientiert sein, um in der Lebens- und Arbeitswelt der Auszubildenden anzusetzen und eine möglichst nachhaltige Erreichung der Projektziele sicherzustellen.

Seinen innovativen Charakter erhält das Projekt nicht zuletzt durch den Versuch antirassistische Bildungsarbeit als innerbetriebliche Praxis zu etablieren und langfristig dort zu verankern.