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„Nicht ohne meinen Glauben!“

Kontaktdaten

Inssan e. V.
Gitschiner Str. 17
10969 Berlin
Tel: 030 20619639
info(at)inssan.de
www.inssan.de


Themenfeld

Rassismus und rassistische Diskriminierung


Projektziele

Das Projekt „Nicht ohne meinen Glauben!“ (NomG) widmet sich der intersektionalen Analyse unserer komplexen Gesellschaft mit dem Schwerpunkt auf Antidiskriminierungsarbeit in den muslimischen Communitys, der Zivilgesellschaft und der Politik in Berlin. Intersektionalität beschreibt in diesem Zusammenhang die Überschneidung von verschiedenen Diskriminierungsformen in einer Person. Überschneidende soziale Identitäten beeinflussen die Art und Weise, wie Diskriminierung erlebt wird. Ein oft vernachlässigter Aspekt bei der Auseinandersetzung mit Muslimfeindlichkeit ist die Stärkung des Eigenpotentials der Betroffenen. In dem Projekt liegt der Fokus daher auf der Entwicklung und Erprobung innovativer Methoden für das Empowerment der Betroffenen und der muslimischen Migrantenselbstorganisationen in ihrer Vielfältigkeit und ihren verschiedenen sozialen Identitäten.

Zudem werden in dem Projekt junge Menschen sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren von muslimischen Migrantenselbstorganisationen zur politischen und zivilgesellschaftlichen Teilhabe befähigt und dabei unterstützt, sich im gesellschaftlichen Diskurs über den Islam und Muslime einzubringen.

Ein weiteres Ziel ist es, Akteurinnen und Akteure des Arbeitsmarktes wie Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften für die Problemlagen und Empfindungen von jungen Musliminnen und Muslimen zu sensibilisieren und zu einem Perspektivwechsel anzuregen, damit diese sich aktiv für den Abbau von Vorurteilen und Diskriminierung in ihrem Einflussbereich einsetzen.


Handlungskonzept

Zur Erreichung der Ziele ist die Strategie sehr vielfältig und baut auf verschiedenen Ebenen der zivilgesellschaftlichen Handlungsmöglichkeiten auf. In Zusammenarbeit mit einem Kooperationspartner, dem „Netzwerk gegen Diskriminierung und Islamfeindlichkeit“, werden Daten über Diskriminierungen von Musliminnen und Muslimen statistisch erfasst und bereitgestellt. In Kooperationsgespräche mit anderen Antidiskriminierungsinitiativen ( u. a. ADNB, ADAS, ReachOut, OSJI) und relevanten Institutionen (Jüdisches Museum Berlin, Aktionsbündnis müslimische Frauen in Deutschland e. V. und Narud e. V.) werden Netzwerke aufgebaut.

Durch Gesprächskreise mit Personalverantwortlichen soll eine Sensibilisierung von Akteurinnnen und Akteuren des Arbeitsmarktes zu den Themen antimuslimischer Rassismus, Diskriminierung sowie Weltanschauungs- und Religionsfreiheit erreicht werden.

Es werden Broschüren erarbeitet, die sich mit dem Thema auseinandersetzen und progressive und innovative Konzepte vorstellen. Parallel laufen Informationsveranstaltungen und Fachdiskussionen im akademischen und politischen Rahmen. Dabei soll die Komplexität und Flexibilität von Migration, Religion, Identität und Staat vorgestellt und tiefgehend diskutiert werden.

Es werden zudem Workshops sowohl zur Sensibilisierung der Mehrheitsgesellschaft als auch zum Empowerment von Muslimen organisiert. In den Empowerment-Workshops wird besonders auf die Fragen eingegangen, bei denen die beteiligten Jugendlichen häufig mit muslimfeindlichen Stereotypen konfrontiert werden. Die Workshops dienen ferner der Sensibilisierung von Entscheidungsträgern in den für junge muslimische Menschen relevanten Bereichen, wie Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher sowie Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter. Zudem werden auch Aus- und Weiterbildungsangebote für Trainerinnen und Trainer im Bereich der Antidiskriminierungsarbeit sowie religiöser und weltanschaulicher Vielfalt angeboten.