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MUT - Interventionen. Geschlechterreflektierende Prävention gegen Rassismus im Gemeinwesen.

Kontaktdaten

Arbeitsgemeinschaft Jugendfreizeitstätten (AGJF) Sachsen e. V.
Neefestr. 82
09119 Chemnitz
Tel: 0371 533640
dietrich(at)agjf-sachsen.de

http://agjf-sachsen.de/mut-interventionen.html


Themenfeld

Rassismus und rassistische Diskriminierung


Projektziele

Das Projektteam unterstützt Träger und Fachkräfte der Jugendarbeit in der fundierten Auseinandersetzung mit Rassismus und anderen Ablehnungshaltungen.

Ziel des Projekts ist die Weiterentwicklung professioneller Umgangsweisen und die Übertragung demokratischer Potentiale des Arbeitsfeldes in die jeweiligen Sozialräume. In einem ersten Schritt werden Rassismen und andere Ablehnungshaltungen gemeinsam mit den Fachkräften in deren Arbeitsfeld analysiert und benannt. Im Laufe des Beratungsprozesses entwickeln Fachkräfte ihre Handlungskompetenz weiter, um pädagogische Prozesse zum Abbau rassistischer  Ablehnungen bei Jugendlichen zu gestalten. Der Qualifizierungsprozess zielt darauf ab, dass Träger in der Lage sind, von Rassismen und anderen Ablehnungen betroffene Adressatinnen und Adressaten ihrer Angeboten zu schützen, Empowerment zu unterstützen und die Integration von migrationserfahrenen und geflüchteten Jugendlichen im Gemeinwesen zu fördern.

Im Modellprojekt „MUT-Interventionen. Geschlechterreflektierende Prävention gegen Rassismus im Gemeinwesen.“ wird die begleitete Umsetzung rassismuskritischer Konzepte in Verknüpfung mit geschlechterreflektierenden Ansätzen erprobt. Die entstehenden Konzepte, die Reflexion der Qualifizierungsprozesse und die zu erarbeiteten Fallbeschreibungen dienen als Ausgangspunkt der Qualifizierung weiterer Teams und Träger der Kinder- und Jugendhilfe.


Handlungskonzept

Das Modellprojekt „MUT - Interventionen. Geschlechterreflektierende Prävention gegen Rassismus im Gemeinwesen.“ bietet längerfristige Qualifizierungsprozesse für vier Träger der Jugendarbeit in Sachsen an. Ziel ist es, Einrichtungen im ländlichen Raum zu erreichen, die in mehreren Arbeitsfeldern der Jugendarbeit und Jugendhilfe aktiv sind und im jeweiligen Gemeinwesen Wirksamkeit entfalten können.

Das Kernstück des Qualifizierungsprozesses sind regelmäßig stattfindende Beratungen der Teams an ihren jeweiligen Arbeitsorten. Neben der inhaltlichen Arbeit an den Themen des Modellprojekts beinhalten die Beratungstermine auch Unterstützung in strategischer Netzwerkarbeit und bei der Konzeptüberarbeitung. Darüber hinaus werden die Fachkräfte bei der Planung von Aktionen mit Jugendlichen (im öffentlichen Raum) begleitet. Diese Aktionen dienen unter anderem dazu, dass Jugendarbeit mit einer demokratischen Positionierung im Gemeinwesen sichtbar und wirksam wird.

Das Modellprojekt begleitet den Austausch zur Auseinandersetzung mit Rassismus und anderen Ablehnungshaltungen unter den Fachkräften der beteiligten Trägern und gemeinsam mit Expertinnen und Experten im Themenfeld. Die Ergebnisse der Qualifizierungsprozesse und Vernetzungstreffen werden auf einer jährlich geplanten Fachtagung und weiteren Fortbildungsveranstaltungen ins Arbeitsfeld (weiter-)getragen.

Der Innovationsgehalt des Modellprojekts liegt darin, dass in der Auseinandersetzung mit rassistischen und anderen Ablehnungen eine geschlechterreflektierende Perspektive permanent mitgedacht wird. Dies geschieht sowohl auf der Ebene der Analyse rassistischer Bilder als auch bezogen auf entsprechende pädagogische Handlungsstrategien.

Im Rahmen der Beratungsprozesse werden lebensweltbezogene Erzählungen und Erklärungsmuster der Jugendlichen herausgearbeitet und in Bezug gesetzt zu Erzählungen, Strukturen sowie zur politischen Kultur im Gemeinwesen. Diese Praxisforschung ist der Ausgangspunkt, um neue pädagogische Interventionen zu erproben, die an der Funktionalität rassistischer Haltungen ansetzen und demokratische Erzählungen etablieren.