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Kompetent gegen Antiziganismus/Antiromaismus (KogA) - in Geschichte und Gegenwart

Kontaktdaten

Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten
Im Güldenen Winkel 8
29223 Celle
Tel: 05141 93 35 51 10
Jens-Christian.Wagner(at)Stiftung-ng.de
http://geschichte-bewusst-sein.de/p_001projekt-kompetent-gegen-antiziganismusantiromaismus/


Themenfeld

Antiziganismus


Projektziele

Das Modellprojekt zielt darauf ab, mehrheitsgesellschaftlich sozialisierte Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter staatlicher und zivilgesellschaftlicher Institutionen, Organisationen und verschiedener Berufsgruppen zu vorurteilsbewusstem und nichtdiskriminierendem Handeln zu qualifizieren. Schwerpunkte des Projekts sind die Sensibilisierung für historische und gegenwärtige Formen von Antiziganismus / Antiromaismus sowie die Vermittlung und Entwicklung entsprechender Handlungskompetenzen.

Das geplante Bildungsprogramm verbindet in umfassender Weise historisch-politische Bildung im Umfeld von Gedenkstätten mit Ansätzen der Demokratie- und Menschenrechtsbildung. Dies wird erweitert durch handlungsorientierte Methoden und Konzepte aus dem Bereich Personalentwicklung sowie durch Konzepte und Ansätze zur Entwicklung von inklusivem Denken und Handeln in unterschiedlichen Arbeitsbereichen und Institutionen. Mit diesem Fokus auf das Thema Inklusion und inklusive Menschenrechte in Verbindung mit historisch-politischer Bildung werden die Teilnehmenden dafür sensibilisiert, die gesellschaftliche Vielfalt als Chance zu verstehen. Damit verbunden ist der Anspruch aufzuzeigen, wie Barrieren erkannt und abgebaut werden können, um die Teilhabe in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu verbessern.

Selbstorganisationen der Sinti und Roma, Expertinnen und Experten sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus dem Themenfeld werden dazu ins Bildungsprogramm eingebunden und die kooperative Zusammenarbeit auch über das Programm hinaus ausgebaut.


Handlungskonzept

Das Modellprojekt KogA startete am 1. Juni 2015 und hat bis zur Auftaktveranstaltung am 20. November 2015 mit über achtzig Teilnehmenden ein Bildungsprogramm zur Angebotsreife entwickelt. Die Durchführung des Programms selbst startet zum 1.März 2016 und wird bis 2019 für jährlich wechselnde Ziel- und Berufsgruppen angeboten. Die unterschiedlichen Interessen und Bedarfe der Teilnehmenden werden durch gezielte Recherche, fachlichen Austausch und Befragungen ermittelt und in die Programmkonzeption einbezogen.

Das Kompetenz- und Bildungsprogramm KogA erstreckt sich zwischen 2016 und 2019 jeweils auf das gesamte Jahr und ist modular konzipiert. Es besteht aus Seminaren und Workshops in Basis-, Aufbau- und Vertiefungsmodulen sowie einem Praxis- und Abschlussmodul.  Die Teilnehmenden werden für sie relevante berufspraktische Konzepte zu Bildungseinheiten, Beratungsansätzen, Fallsituationen oder Konzepte im Bereich der Personal- und Organisationsentwicklung selbst entwickeln, wenn möglich durchführen und im Rahmen der Praxistage vorstellen und reflektieren. Geplant ist derzeit, das Programm KogA für folgende Tätigkeitsfelder und Berufsgruppen anzubieten:

  • Soziale Arbeit, außerschulische Bildung, Jugendarbeit (2016)
  • Öffentliche Einrichtungen, Behörden, Verwaltungen (2017)
  • Polizei, Justiz, Rechtsberatung (2018)
  • Medien, Presse, Öffentlichkeitsarbeit (2019)

KogA ist ein Projekt der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten und hat seinen Sitz in Celle. Die Veranstaltungen finden im Raum Celle und Hannover statt. Mit dem Bildungsangebot sprechen wir Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der genannten Tätigkeitsfelder und Institutionen im gesamten Bundesgebiet an. Durch eine entsprechende Öffentlichkeitsarbeit insbesondere auch diejenigen aus den Bundesländern Niedersachsen, Hamburg und Bremen.