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Jugendreporter vor Ort. Gemeinsam für Demokratie und gegen Fremdenfeindlichkeit

Kontaktdaten

Deutsche Gesellschaft e. V. Mosse Palais
Voßstr. 22
10117 Berlin
Tel: 030 88412205
dg(at)deutsche-gesellschaft-ev.de
www.deutsche-gesellschaft-ev.de/medienprojekt-jugendreporter


Themenfeld

Rassismus und rassistische Diskriminierung


Projektziele

Die Deutsche Gesellschaft e. V. möchte Jugendliche dazu motivieren, sich als Jugendreporterinnen und Jugendreporter selbstbewusst und aktiv an der politischen Öffentlichkeit in ihrem Lebensumfeld zu beteiligen und für ein weltoffenes, demokratisches Miteinander vor Ort einzutreten. Der beispielhafte Einsatz von Schülerinnen und Schülern als Journalistinnen und Journalisten für Demokratie und gegen Fremdenfeindlichkeit soll bei der Prävention von Rassismus und rassistischer Diskriminierung in ihrer ländlichen und strukturschwachen Region helfen. Das Projekt fördert überdies die Kommunikation zwischen den Jugendlichen und ihren (Groß-)Eltern, indem über ihr journalistisches Wirken auch die ältere Generation z. B. für die wachsende Problematik fremdenfeindlicher Einstellungen in der Bevölkerung stärker sensibilisiert wird.

Im Rahmen des Modellprojekts wird eine pädagogische Strategie erarbeitet, um Jugendliche in der Auseinandersetzung mit Fremdenfeindlichkeit und rassistischer Diskriminierung zur gezielten Nutzung von Medien zu ermutigen und zu befähigen. Sie wird in mehrjähriger Erprobung in drei Schwerpunktregionen überprüft, korrigiert und optimiert. Die Ergebnisse und ausgewählte Materialien werden am Ende der Projektlaufzeit in einer Broschüre online veröffentlicht. Dieser Leitfaden soll Multiplikatorinnen und Multiplikatoren andernorts dazu anregen, diese modellhafte Struktur auf ihre Region zu übertragen.


Handlungskonzept

Jugendliche sind zwar in der Medienwelt besonders aktiv, doch schöpfen sie ihre Optionen zur Kommunikation und öffentlichen Artikulation – abseits von Facebook usw. – nicht hinreichend aus. Nur in seltenen Fällen nutzen sie Schülerzeitungen als Ressource in der Auseinandersetzung mit Rassismus und rassistischer Diskriminierung.

Das Modellprojekt wird in drei Schwerpunktregionen durchgeführt: Forst/Lausitz (Brandenburg), Markkleeberg (Sachsen) und Heiligenhaus (Nordrhein-Westfalen). Dort berichten die jungen Autorinnen und Autoren von ihren Eindrücken und Erfahrungen in ihrer jeweiligen (Online-)Schülerzeitung. Ausgewählte Artikel werden in der lokalen bzw. regionalen Presse veröffentlicht. Einmal im Jahr werden die Jugendreporterinnen und Jugendreporter aus den drei Regionen zum Erfahrungsaustausch und für die Entwicklung von Synergien zu einem gemeinsamen Medientag nach Berlin eingeladen. Überdies richtet die Deutsche Gesellschaft e. V. ein Mentorenprogramm ein und trifft sich zweimal im Monat mit den Jugendreporterinnen und Jugendreportern, um ihnen in Form von Workshops und Vorträgen u. a. das journalistische Handwerk zu vermitteln und in regelmäßigen Redaktionssitzungen die entstandenen Berichte, Interviews, Reportagen usw. für die Veröffentlichung vorzubereiten. Durch Gespräche mit lokalen und regionalen Akteuren erhalten die Jugendlichen Informationen über die Situation in ihrer Heimatstadt und Region. Zudem wird den Jugendlichen Wissen über Flucht und Migration, über Herkunft, Wesen und Ursachen von Fremdenfeindlichkeit sowie Möglichkeiten der Prävention vermittelt.

Das Projekt wird u. a. mit Unterstützung vom Landespräventionsrat Brandenburg, vom Bündnis für Brandenburg/Tolerantes Brandenburg, vom Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasium in Forst, von der Rudolf-Hildebrand-Schule in Markkleeberg und vom Jugendrat der Stadt Heiligenhaus durchgeführt.