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Dikhen amen! Seht uns! - Empowerment und Sensibilisierung gegen Antiziganismus aus Sicht junger Roma und Sinti

Kontaktdaten

Amaro Drom e. V.
Prinzenstraße 84
10969 Berlin
Tel: 030 1620010
mail(at)amarodrom.de
www.amarodrom.de/dikhen-amen


Themenfeld

Antiziganismus


Projektziele

Das Hauptziel des Projektes „Dikhen amen! Seht uns!“ ist das Empowerment junger Roma und Sinti. Es soll Raum für Selbstbewusstsein, Selbstbehauptung und den Kampf um gesellschaftliche Anerkennung geschaffen werden. Ein weiterer zentraler Bestandteil des Projektes ist die Sensibilisierung junger Angehöriger der Mehrheitsgesellschaft für den spezifischen Rassismus gegen Roma und Sinti sowie für seine Folgen. Im Laufe des Projektes werden jugendliche Sinti und Roma zu Multiplikatorinnen bzw. Multiplikatoren ausgebildet, damit sie zukünftig selbst Empowerment- und Sensibilisierungs-Workshops durchführen können. Die Workshops richten sich an junge Menschen in Jugendclubs, Jugendselbstorganisationen und Verbänden sowie in Bildungseinrichtungen. Das Projekt wirkt bundesweit und findet in enger Zusammenarbeit mit den Untergliederungen von Amaro Drom e. V. in Nordrhein-Westfalen (Terno Drom e. V.), Niedersachsen (Trnengo Drom e Romengo e. V.) und Baden-Württemberg (Roma Büro Freiburg) statt.

Die Ausbildung junger Roma und Sinti zu Multiplikatorinnen bzw. Multiplikatoren der Jugendbildungsarbeit führt außerdem dazu, dass die jungen Menschen zu Vorbildern für andere Jugendliche werden – und das nicht nur für junge Roma und Sinti. Durch ihr souveränes Auftreten in der Öffentlichkeit werden andere Jugendliche darin ermutigt, sich für ihre persönlichen Interessen und politischen Ziele einzusetzen und ihre eigenen Erfahrungen mit Rassismus in der deutschen Gesellschaft zu thematisieren.


Handlungskonzept

Im Mittelpunkt des Projektes stehen die Erfahrungen und Lebensrealitäten junger Roma und Sinti. Basierend auf dem Erfahrungswissen der Jugendlichen werden neue Methoden für Jugendbildungsarbeit entwickelt. Dass das Projekt von dem Erfahrungswissen der Jugendlichen ausgehen, hat Modellcharakter. Denn in den bisherigen Methoden zum Thema sind die Perspektiven junger Roma und Sinti deutlich unterrepräsentiert. Durch die Zusammenfassung der als wirkungsvoll und erfolgreich erachteten Methoden in einem Handbuch erfahren die entwickelten Maßnahmen ihre Anwendung über den Projektzeitraum hinaus. Die neu ausgebildeten Multiplikatorinnen und Multiplikatoren werden auch nach Projektende innerhalb uns außerhalb des Projektträgers Verbands wirken.

Durch die intensive Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen des Projektes werden stereotypen Bildern über Roma und Sinti eigene Identitätsentwürfe entgegengesetzt. Neben der Stärkung junger Roma und Sinti im Umgang mit Rassismus in Deutschland und der Sichtbarmachung ihrer unterschiedlichen Lebensrealitäten zielt das Projekt also auch auf eine kritische Auseinandersetzung mit Rassismus gegen Roma und Sinti in der breiten Öffentlichkeit ab. Dies wird zusätzlich durch die Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern des Projekts unterstützt: Dazu gehören die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“, die Rosa-Luxemburg-Stiftung, das IDA-Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit e. V., die Gesellschaft für Antiziganismusforschung und die Alte Feuerwache Jugendbildungsstätte Kaubstraße e. V.