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"Breaking up" - Interreligiöse Konfliktbearbeitung und Mediation

Kontaktdaten

Die Wille gGmbH
Müllerstraße 56-58
13349 Berlin
Tel: 030 26 47 620
info(at)diewille.de

http://www.evangelisches-johannesstift.de/die-wille/startseite/projekte/breakingup


Themenfeld

Aktuelle Formen von Islam-/Muslimfeindlichkeit


Projektziele

Im Projekt werden Jugendliche zu "Interreligiösen Mediatorinnen und Mediatoren" ausgebildet. Sie werden befähigt, sowohl antimuslimischen Tendenzen entgegenzuwirken als auch andere, religiös begründete Konflikte zu bearbeiten sowie in ihrer Rolle als Mediatorin und Mediator das Thema Islamfeindlichkeit und interreligiöse Kompetenz als Querschnittsthema in ihrem Lern- und Arbeitsumfeld zu verankern. Begleitend dazu werden Fortbildungen für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren angeboten.

Im Rahmen des Projekts soll modular aufgebaute Ausbildung der politisch-interreligiösen Bildung entwickelt und erprobt werden, die für unterschiedliche Interessenten eingesetzt werden kann und die erforderliche Flexibilität bietet, um auf sich verändernde Bedingungen zu reagieren. Es werden Curricula für die Ausbildung „Interreligiöse Konfliktbearbeitung und Mediation“ sowohl für die Ausbildung von Mediatorinen und Mediatoren als auch für die Fortbildung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren erarbeitet, die sowohl in der Arbeit der Regelstrukturen der Kinder- und Jugendhilfe als auch von anderen Trägern genutzt werden können.


Handlungskonzept

Im Projektzeitraum werden mehrere Ausbildungskurse zur interreligiösen Konfliktbearbeitung und Mediation für Jugendliche sowie begleitend dazu Fortbildungsangebote für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren umgesetzt. Der Ausbildungskurs ist dreigliedrig und vereint Wissensvermittlung, Methodentraining und begleitete praktische Erprobung miteinander. Jeder umgesetzte Kurs schließt Selbstevaluation ein. Die Umsetzung wird hinsichtlich der Zielsetzung, des Methodeneinsatzes und der teilnehmeradäquaten Umsetzung überprüft und ggf. modifiziert. In die Projektarbeit werden unterschiedliche Akteure der interkulturellen und interreligiösen Bildung als Expertinnen und Experten eingebunden.

Mit seinen Ansätzen und Arbeitsergebnissen will sich der Projektträger in verschiedene Aktionen einbringen und unterschiedliche Medien für die Verbreitung der Idee und der Projektergebnisse nutzen. So sind für 2016 eine Teilnahme am „Fest der Nachbarn“ sowie eine Beteiligung am Diversity Day, an der Langen Nacht der Religionen und am Tag der offenen Moschee, für 2017 ein Beitrag auf dem Evangelischen Kirchentag geplant. Am Ende des zweiten Projektjahres wird ein Fachgespräch stattfinden.

Die Arbeit im Projekt basiert auf dem Prinzip des Peer-Learnings. Die Teilnehmenden bearbeiten das Thema mit Altersgleichen, regen Diskurse an und moderieren. Sie agieren als aktive Mitgestaltende und setzen eigene Ideen zur interreligiösen Konfliktbearbeitung und Mediation in der Praxis um. Die Multiplikatorinnen und Multiplikatoren fungieren als kompetente Unterstützer des Prozesses.

Die Teilnehmenden des Modellprojektes setzen sich intensiv mit aktuellen gesellschaftspolitischen Themen auseinander, erwerben methodisches Wissen und entwickeln Handlungskompetenzen um die Auseinandersetzung mit interreligiösen Fragestellungen zu initiieren und zu begleiten. Dabei werden Alltagsrealitäten in die Bearbeitung der Themen Rassismus und Diskriminierung einbezogen. Der Ansatz zielt darauf, die Teilnehmenden zu qualifizierten Akteuren im interkulturellen und interreligiösen Diskurs zu machen, die den Ansatz weitertragen und verbreiten.