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Antiziganismus - Erkennen, benennen, entgegenwirken

Kontaktdaten

Alte Feuerwache e. V.
Axel-Springer-Straße 40/41
10969 Berlin
Tel: 030 25 39 92 10
andrea.graf@alte-feuerwache.de
www.kaubstrasse.de


Themenfeld

Antiziganismus


Projektziele

Mit dem Modellprojekt „Antiziganismus – erkennen, benennen, entgegenwirken“ will die Alte Feuerwache e. V. möglichst viele Menschen mit dem Thema Anti-Romaismus konfrontieren. Das Bild von in Deutschland lebenden Sinti und Roma ist sehr häufig von Stereotypen gekennzeichnet, die sie mit ihrer Arbeit dekonstruieren will. Wissensvermittlung und Sensibilisierung sind bei diesem Prozess zentrale Bestandteile und damit auch Hauptziele des Projekts.

Es wird erwartet, dass viele hundert Teilnehmende innerhalb der im Modellprojekt angebotenen Seminare und Workshops einen Sensibilisierungsgewinn erfahren, um reflektierter mit Bildern, Meinungen und Strukturen hinsichtlich des Themas umgehen zu können. Außerdem erhofft sich der Träger, dass durch die von Teilnehmenden selbst kreierten Mikro-Projekte bzw. Aktionen ein Multiplikationseffekt entsteht. Zudem soll ein Film zu individuellen Situationen von Sinti und Roma soll entstehen, mit dem auf das Thema der Sinti-und-Roma-Feindlichkeit eingegangen wird.

Die Methoden, die im Laufe des Projektes kontinuierlich weiterentwickelt werden, sollen anderen Trägern und Multiplikatorinnen bzw. Multiplikatoren anschließend in einer App zur Verfügung gestellt werden. Produkte, die in den Intensivseminaren entstehen, sollen ebenso wie der entstehende Film gegebenenfalls  weitergegeben werden.


Handlungskonzept

Pro Jahr finden fünf Seminare zu dem Thema „Feindlichkeit gegenüber Sinti und Roma“ mit Gruppen junger Menschen statt, in denen Produkte entstehen sollen, die das Thema weiter nach außen tragen. Das Konzept dieser Seminare soll sich während der Projektlaufzeit durch entsprechende Auswertungen und Veränderungen kontinuierlich weiterentwickeln.

Außerdem werden Tagesworkshops zum Thema „Feindlichkeit gegenüber Sinti und Roma“ im Rahmen von Wochenseminaren durchgeführt.

Kooperationspartner des Projektes sind Amaro Drom, Amaro Foro, der Landesjugendring Berlin und der Türkische Bund Berlin-Brandenburg. Der Landesjugendring und der Türkische Bund kooperieren vor allem im Zuge des FSJ -Programms. Freiwillige in unterschiedlichen sozialen und bildungspolitischen Bereichen nehmen an fünftägige Seminare teil, die gemeinsam mit den jeweiligen Institutionen geplant und durchführt werden.

Mittels didaktischer Methoden, die größtenteils aus dem von der Alten Feuerwache e. V. herausgegebenen Methodenhandbuch zum Thema Antiziganismus stammen, wird in Tages- und Mehrtages-Workshops mit unterschiedlichen Gruppen junger Menschen zum Thema Antiziganismus gearbeitet. Darüber hinaus werden kompakte fünftägige Seminare in der Bildungsstätte zum Thema Antiziganismus durchgeführt, aus welchen sogenannte Mikro-Projekte und Mini-Aktionen entstehen. Diese Projekte werden von den Teilnehmenden unter Begleitung von Expertinnen und Experten sowie Künstlerinnen und Künstlern begleitet. Die Teilnehmenden kreieren kleine Projekte, Kampagnen oder Aktionen, die sich ihrer Meinung nach dafür eignen, das Thema in den eigenen Alltag einzubringen. Für die Umsetzung dieser Produkte erhalten die Teilnehmenden individuelle Coachings seitens der Expertinnen und Experten auch im Anschluss an die Seminare. Eine Dokumentation und Auswertung dieser Projekte soll die Basis für eine Veranstaltung sein, die nach drei Projektjahren stattfinden soll. Hier soll auch ein Film präsentiert werden, der in den ersten drei Projektjahren entsteht und Sichtweisen von Menschen aus der Sinti und Roma-Community in den Fokus stellt.