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Angekommen! Roma - Jugendliche in Dortmund und Duisburg

Kontaktdaten

Verband für Interkulturelle Arbeit - VIA e. V.
Am Buchenbaum 21
47051 Duisburg
Tel: 0203 72 84 282
via(at)via-bund.de
www.aidd-projekt.de


Themenfeld

Antiziganismus


Projektziele

Durch verschiedene kulturelle, sportliche und andere Freizeitmaßnahmen in gemischten Jugendgruppen sollen Benachteiligungen von Roma-Jugendlichen abgebaut und ihre Integration gefördert werden.
Im Vordergrund stehen hierbei:

  • Abbau von Rassismus und Diskriminierung
  • Abbau von Gewalt
  • Entwicklung von Selbstbewusstsein und gemeinsamen Perspektiven

Die Arbeit des Modellprojekts soll bewirken, dass gemischte Jugendgruppen (Roma-Jugendliche, türkische und andere Jugendliche) aus ausgewählten Stadtteilen von Dortmund und Duisburg zusammen aktiv sind und gemeinsame Ziele erreichen. Die Jugendlichen sollen lernen, sich gegenseitig zu respektieren und Vorbehalte und Aggressionen abzubauen. In dieser gemischten Zusammensetzung liegt der Innovationsgehalt des Projekts.

Eine begleitende Weiterbildung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in Jugendzentren, Sportvereinen, Beratungseinrichtungen usw. sowie die Unterstützung und Zusammenarbeit mit kommunalen Einrichtungen der Integrationsförderung werden die Nachhaltigkeit des Projekts fördern und den hier vorhandenen antiziganistischen Einstellungen entgegenwirken.


Handlungskonzept

Im Mittelpunkt des Projekts stehen kreative Workshops. Neben Musik-Kursen, die zu den zentralen Angeboten gehören, gibt es weitere Möglichkeiten des gemeinsamen kreativen Gestaltens in Theater-, Tanz-, Foto-, Film und anderen Workshops. Wenn es in den Stadtteilen von Duisburg und Dortmund, in denen besonderes viele Roma leben, bereits ähnliche Gruppen oder Angebote gibt, wird angestrebt mit den örtlichen Akteuren zusammen zu arbeiten, um keine Konkurrenzen aufzubauen.

Da in den in Frage kommenden Stadtteilen viele türkische Jugendliche leben, widmet das Projekt der Zusammenarbeit von türkischen und Roma-Jugendlichen besondere Aufmerksamkeit. Darum ist ein besonders wichtiger Kooperationspartner die Alevitische Gemeinde Dortmund.

Ein wesentlicher Bestandteil des Arbeitsansatzes ist Peer-to-Peer-Arbeit durch eine Kerngruppe von engagierten Jugendlichen. Diese erhalten die Möglichkeit, kleine Mini-Projekte in eigener Regie durchzuführen. In ihren Händen liegt es auch, eine zielführende Öffentlichkeitsarbeit aufzubauen, die für Toleranz wirbt und sich gegen Gewalt, Rassismus und Ausgrenzung wendet. Dabei sollen die Jugendlichen IHRE Medien nutzen, mit denen sie sich auch sonst in ihrem Alltag beschäftigen. Es soll also eine Öffentlichkeitsarbeit entstehen, die VON Jugendlichen FÜR Jugendliche gemacht wird.

Ein weiterer Eckpunkt der Projektkonzeption stellt der internationale Jugendaustausch dar. Mit der In-Aussicht-Stellung der Möglichkeit einer Teilnahme an einem internationalen Jugendaustausch für die Jugendlichen, die sich in besonderer Weise im Projekt engagieren, konnte der Träger in anderen Projekten gute Erfolge erzielen.

Parallel zu den Maßnahmen, die sich direkt an die Jugendlichen richten, werden im Rahmen des Modellprojekts Schulungen und Informationsveranstaltungen für Multiplikatoreninnen und Multiplikatoren aus Jugendeinrichtungen, Sportvereinen, Beratungseinrichtungen, Schulen sowie Gruppenleitern/innen aus Vereinen erprobt und durchgeführt.