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KAMEO - Komma-Aber-MEthodenbOx

Kontaktdaten

Jugendverein "Roter Baum" e. V.
Großenhainer Str. 93
01127 Dresden
Tel: 0351 8582720
KAMEO(at)roter-baum.de
www.roter-baum.de/kameo


Themenfeld

Rassismus und rassistische Diskriminierung


Projektziele

Junge Menschen wachsen in einem politischen Spannungsfeld auf, in dem sie mit widersprechenden Haltungen konfrontiert werden und Stellung beziehen müssen. Hier gilt es, die Jugendlichen frühzeitig zu sensibilisieren und gegen einfache Erklärungsmuster zu immunisieren. 

Auch im Klassenzimmer treten gelegentlich rechtspopulistische, fremdenfeindliche oder rassistische Meinungen der Schülerinnen und Schülern zutage. Lehrerinnen und Lehrer stehen dann oft vor der Herausforderung, angemessen und kompetent reagieren zu müssen. 

Das Modellprojekt des Jugendvereins Roter Baum e. V. hat sich die partizipativ angelegte Entwicklung von Unterrichtsmaterialien und –methoden für die Auseinandersetzung mit Rechtspopulismus und antidemokratischen Überzeugungen im Schulalltag zum Ziel gesetzt.

Die kurzen, leicht handhabbaren, jugendaffinen und dadurch zielgruppengerechten Unterrichtseinheiten sollen von Lehrerinnen und Lehrern mit wenig Vorbereitungsaufwand modular und fächerunabhängig eingesetzt werden können.

Ergänzt wird die Methodensammlung um eine Handreichung, die Materialien, Hinweise und Tipps für die Praxis beinhaltet. 

Dafür möchten wir Jugendliche, die sich kreativ für Demokratie und Toleranz einsetzen wollen, ebenso gewinnen wie engagierte Schulleiterinnen und Schulleiter, Lehrerinnen und Lehrer und Partnerschulen, in denen und mit denen die Jugendlichen ihre selbst entwickelten Methoden ausprobieren und vorstellen können.


Handlungskonzept

Im Rahmen des Projekts Modellprojektes KAMEO soll in den Schuljahren 2017/2018 und 2018/2019 eine breit gefächerte Material- und Methodensammlung für die Bildungsarbeit gegen Rechtspopulismus und Extremismus für Schülerinnen und Schülern an weiterführenden Schulen entstehen.

Eine Online-Befragung unter sächsischen Lehrerinnen und Lehrern soll die konkreten Bedarfe im Unterricht an weiterführenden Schulen erfassen und verschiedene Themenschwerpunkte abgrenzen.

Gemäß dem Peer-to-Peer-Ansatz werden die einzelnen Module von Schülerinnen und Schülern für Schülerinnen und Schülern in Dresden und Sachsen in drei mehrtägigen Workshops pro Schuljahr entwickelt. Diese sollen anschließend in den Klassen verschiedener Schulen getestet werden, die das Projekt in einer dauerhaften Partnerschaft begleiten. Das Feedback der Schülerinnen und Schülern und Lehrerinnen und Lehrern fließt wiederum in den Entwicklungsprozess zurück. Gegen Ende des Schuljahres 2017/2018 werden die erarbeiteten Materialen einem Fachpublikum vorgestellt, bevor im Schuljahr 2018/2019 ein zweiter Durchgang mit neuen Themen beginnt.

Die so entstandene Material- und Methodensammlung wird schließlich in überarbeiteter und ansprechend gestalteter Form für den Unterrichtsalltag in sächsischen Schulen bereit gestellt.