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Jederzeit wieder! Gemeinsam gegen Antisemitismus

Kontaktdaten

Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e. V.
Richartzstr. 2-4
50667 Köln
Tel: 0221 617284
info(at)koelnische-gesellschaft.de
www.koelnische-gesellschaft.de/bildungsarbeit.php


Themenfeld

Aktuelle Formen des Antisemitismus


Projektziele

Mit dem Projekt „Jederzeit wieder! Gemeinsam gegen Antisemitismus“ sollen innovative Handlungskonzepte und Methoden für eine Bildungsarbeit gegen Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft Deutschland (weiter-)entwickelt werden, um vor allem Jugendliche und junge Erwachsene zu einer intensiven Auseinandersetzung mit Antisemitismus anzuregen. Dabei wird ein besonderer Schwerpunkt auf die Erprobung neuer Materialien gelegt. Während sich viele pädagogische Initiativen mit Einzelaspekten des Antisemitismus auseinandersetzen, ist es das Anliegen des Projekts, das Phänomen in seiner Komplexität und all seinen Facetten erklärbar zu machen.

Thematisch soll eine weitreichende Auseinandersetzung mit sekundärem und israelbezogenem Antisemitismus forciert werden. Aber auch weitere Formen, wie der moderne und islamistische Antisemitismus sowie die Spezifika des Antisemitismus, der sich aus der Mitte der Gesellschaft, von politisch links oder rechts äußert, werden durch das Projekt aufgegriffen, ohne dabei eine rassismuskritische Perspektive zu verlieren. Übergeordnetes Ziel ist, einen Beitrag zu einem demokratischen, diskriminierungsfreien und inklusiven Zusammenleben zu leisten und die Handlungsfähigkeit von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in der Bildungsarbeit gegen Antisemitismus durch Materialien aber auch Weiterbildungsangebote und Tagungen zu unterstützen.


Handlungskonzept

Aufbauend auf den bisherigen Erfahrungen des Trägers im Themenbereich besteht das Projekt aus vier aufeinander aufbauenden Säulen:

In der ersten Projektsäule sollen bestehende Ansätze der Bildungsarbeit gegen Antisemitismus erweitert und neue Methoden und Konzepte entwickelt werden. Dabei sollen sich die Materialien und deren Erprobung nicht an herkömmlichem Unterricht orientieren. Stattdessen soll Jugendlichen der Raum für eigene Recherchen, kreative Arbeitsformen, jugendgerechte Ergebnissicherung sowie die Möglichkeit zur gemeinsamen Arbeit mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, Künstlerinnen und Künstlern und Kulturschaffenden aus den Medien sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gegeben werden.

In der zweiten Säule sollen die neu entwickelten Materialien in Form von Wochenendseminaren, Schulworkshops und weiteren Veranstaltungsformen (Stadtführungen, Filmaufführungen etc.) erprobt werden. Dazu spricht das Projekt explizit Jugendliche und junge Erwachsene an.

Drittens sollen im Anschluss an die Veranstaltungen die neuen Materialien evaluiert und ggf. weiterentwickelt werden, um mögliche „Stolpersteine“ in der Bildungsarbeit zu vermeiden.

Schließlich sollen viertens die in der Projektarbeit gewonnenen Erkenntnisse publiziert und veröffentlicht werden, damit Multiplikatorinnen und Multiplikatoren davon profitieren können. Der Projektträger bietet darüber hinaus Tagungen und Fortbildungen an, um ein Forum für Praktikerinnen und Praktiker sowie Wisschaftlerinnen und Wissenschaftler anzubieten, die eine weiterentwickelte Bildungsarbeit gegen Antisemitismus voranbringen.

Das Projekt arbeitet im Kölner Raum auf lokaler und regionaler Ebene intensiv mit Kooperationspartnern zusammen. Dazu gehören die Synagogen-Gemeinde Köln, die DGB Jugend Köln, das Integrationshaus, die Landesschüler- und Schülerinnenvertretung, christliche Träger, IDA NRW sowie Theaterpädagoginnen und Theaterpädagogen.