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Israelkritik und Judenfeindschaft - Präventionsangebote gegen alle Formen von aktuellem Antisemitismus und GMF

Kontaktdaten

Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung e. V. an der Universität Duisburg-Essen
Heinrich-Lersch-Straße 15
47057 Duisburg
Tel: 0203 280 99 13
risp(at)uni-due.de
http://www.risp-duisburg.de


Themenfeld

Aktuelle Formen des Antisemitismus


Projektziele

Hauptziel ist die Entwicklung, Erprobung und Verbreitung von neuen Präventions- und Fortbildungsangeboten gegen religiös, politisch sowie sozial bedingte Formen von aktuellem Antisemitismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.

Ausgangspunkt der zu entwickelnden Präventionsangebote ist die Befragung der Zielgruppen unserer Kooperationspartner zur empirischen Erfassung von Israelkritik und aktuellvirulentem Antisemitismus vor Ort. Dabei soll herausgefunden werden, welche Verbindungen zwischen unterschiedlichen Gruppen, Traditionen und Ausprägungen von Antisemitismus es vor dem Hintergrund welcher Selbstdeutungen, Lebensgeschichten und Erfahrungen vor Ort gibt. Durch die bewusst weit gefasste Auswahl der Kooperationspartner von den Kirchen über die Schulen, Volkshochschulen und öffentliche Verwaltung können Angehörige aller relevanten Religionsgemeinschaften, aber auch Religionskritiker und säkular, links wie rechts orientierte Menschen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte befragt werden.

Auf der Grundlage der Befragung werden Präventionsangebote im Kooperationsverbund mit und für staatliche und zivilgesellschaftliche Akteure der interreligiösen und interkulturellen Bildungs- und Integrationsarbeit entwickelt und erprobt. Angepasst an die unterschiedlichen Zielgruppen (Schüler, Eltern, ErzieherInnen, LehrerInnen, Erwachsene) sollen lebensweltnahe und erlebnisorientierte Angebote zur Anwendung kommen. Die erprobten Maßnahmen werden über Fortbildungsangebote für Multiplikatoren lokal verbreitet, in die Regelstrukturen der Kooperationspartner überführt und anschließend über ihre Landes- und Bundesverbände durch weitere Multiplikatorenschulungen landes- und bundesweit verbreitet und bei der Anwendung unterstützt.


Handlungskonzept

Dem Projekt liegt ein Ansatz zugrunde, der die persönlichen Erfahrungen der Jugendlichen zum Ausgangspunkt hat und deren Selbst- und Fremdwahrnehmung vor dem Hintergrund subjektiv erlebter Diskriminierung, Benachteiligung und Ausgrenzung beleuchtet. Die zu entwickelnden Präventionsmaßnahmen gegen judenfeindliche Ressentiments werden multiperspektivisch eingebettet in Konzepte, die der Vielfalt in der Gesellschaft verbreiteter rassistischer, fremdenfeindlicher und demokratiedistanter Stereotype Rechnung tragen. Indem unterschiedlichste staatliche, religiöse und zivilgesellschaftliche Akteure der Integrations- und Bildungsarbeit ( u. a. DITIB BS Duisburg, Landesverband Jüdischer Gemeinden in NRW, Katholisches und Evangelisches Familienbildungswerk, Volkshochschulen, schulpsychologische Beratungsstelle etc.) und damit wesentliche Sozialisationsinstanzen in die Projektarbeit eingebunden werden, soll sichergestellt werden, dass die Präventions- und Fortbildungsangebote nicht nur gemeinsam mit den, sondern vor allem für die Akteure der Praxis entwickelt, erprobt und verbreitet werden.