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Methodenkoffer „Demokratie leben!“ in der Berufsausbildung

Kontaktdaten

Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb)
Stresemannstr. 121
10963 Berlin
Tel: 030 417 498 620
kretschmer.susanne(at)f-bb.de
www.f-bb.de/informationen/projekte/methodenkoffer-demokratie-leben-in-der-berufsausbildung-1


Projektinhalt

  • Zielgruppe: Pädagoginnen und Pädagogen, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren an beruflichen Oberstufenzentren, beruflichen Schulen in freier Trägerschaft, überbetrieblichen Ausbildungsstätten und Ausbildungsbetrieben sowie Expertinnen und Experten im Bereich Ausbildung
  • Ort: Brandenburg
  • Kooperationspartner: Entscheidungsträgerinnen und -träger im Bereich Ausbildung

Die Berufsausbildung als Lernort, ob in der Schule oder im Betrieb, wird maßgeblich von der Interaktion zwischen dem Berufsbildungspersonal und den Auszubildenden bestimmt. Damit macht die Berufsbildung einen wesentlichen Bestandteil von Lernen und Persönlichkeitsbildung in der Entwicklung junger Menschen aus. Die Phase der Ausbildung prägt das weitere soziale Miteinander in der Arbeitswelt in hohem Maße.

Themen wie ein demokratisches Miteinander sowie der Umgang mit rassistischen Äußerungen und Vorurteilen sind in der beruflichen Ausbildung bisher jedoch wenig verankert. Akteurinnen und Akteure der betrieblichen Bildung sehen sich in der Praxis mit Ausprägungen von Rechtsextremismus, Rassismus und demokratiefeindlichen Strömungen konfrontiert. Oftmals fehlt ihnen aber relevantes Hintergrundwissen, um das Verhalten von Auszubildenden richtig einzuschätzen.

In einem partizipativen Prozess soll eine Sensibilisierung und Professionalisierung des Berufsbildungspersonals in diesem Bereich erfolgen. Ziel des Modellprojekts „Methodenkoffer ‚Demokratie leben!‘ in der Berufsausbildung“ ist es, konkrete Handlungshilfen und Maßnahmen zu entwickeln, um zukünftig besser gegen diskriminierende Verhaltensweisen aktiv werden zu können. Als Ergebnis wird ein Methodenkoffer konzipiert und der Öffentlichkeit zu Verfügung gestellt.

Im Mittelpunkt des Modellprojekts steht eine Schulungsreihe mit dem Berufsbildungspersonal der betrieblichen, schulischen und außerbetrieblichen Lernorte. Der Fokus der Schulungen liegt auf den Erfahrungen der Teilnehmenden und auf der von ihnen erlebten Ausbildungssituation. Es werden keine fertigen Lösungen oder Erkenntnisse vorgegeben. Vielmehr ist die Schulungsreihe prozessorientiert aufgebaut. Durch initiierte Selbstreflexionsprozesse der einzelnen Teilnehmerinnen und Teilnehmer oder der Gruppe sollen konkrete Handlungen abgeleitet werden, welche von den Teilnehmenden als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in der eigenen Organisation weitergetragen werden können und zur Entwicklung des Methodenkoffers beitragen.