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un_sichtbar. Lesben, Schwule, Trans* in Mecklenburg-Vorpommern. Lebensrealitäten, Ausgrenzungserfahrungen und Widerständigkeiten."

Kontaktdaten

Lola für Demokratie in Mecklenburg-Vorpommern e. V.
Waldemarstraße 33
18057 Rostock
Tel: 03874 5702225
lola(at)amadeu-antonio-stiftung.de
http://www.un-sichtbar-mv.de/


Themenfeld

Homosexuellen- und Transfeindlichkeit


Projektziele

Das Modellprojekt „Homo- und Transfeindlichkeit in Mecklenburg- Vorpommern – gestern und heute“ will zur öffentlichen Auseinandersetzung mit Homosexuellen- und Transfeindlichkeit in Geschichte und Gegenwart anregen. Bis heute prägen Homosexuellen- und Transfeindlichkeit das Leben von Menschen, die sich jenseits von heterosexuellen Beziehungskonzepten und geschlechtlichen Eindeutigkeiten bewegen. Eine öffentliche Auseinandersetzung damit findet jedoch kaum statt.

Der Verein "Lola für Demokratie in Mecklenburg-Vorpommern" möchte dies ändern und auf die Leerstellen in der öffentlichen Wahrnehmung hinweisen: Im Laufe des Projektes soll auf geschlechtliche und sexuelle Vielfalt in Mecklenburg-Vorpommern aufmerksam gemacht werden, Materialien zur Fortbildung von Fachkräften erarbeitet und die Erinnerungskultur vor Ort gestärkt werden. Hierbei wird Wissen über die Verfolgung von Homosexuellen im Nationalsozialismus und über Erscheinungsformen von Homosexuellen- und Transfeindlichkeit in der DDR aufgearbeitet und erstmals für die pädagogische Arbeit nutzbar gemacht. Das Projekt soll dazu beitragen, eine Kultur der Selbstbestimmung zu entwickeln und die Selbstorganisation von Schwulen, Lesben und Trans* unterstützen.


Handlungskonzept

Zunächst wird eine Expertise durch empirische Bestandsaufnahmen heutige Lebensrealitäten von Schwulen, Lesben und Trans* in Mecklenburg-Vorpommern abbilden. Jugendliche werden, angeleitet von Pädagog/-innen, an verschiedenen Orten Mecklenburg-Vorpommerns durch historische Recherchen in Archiven und Zeitzeug/-inneninterviews die Geschichte von Schwulen, Lesben und Trans* erforschen. Durch die lokalhistorischen Recherchen der Jugendlichen sollen Debatten vor Ort angestoßen werden. Aus den Ergebnissen entsteht eine Wanderausstellung, die in Mecklenburg-Vorpommern und anderen Bundesländern auf Reisen geht. An die Eröffnung der Wanderausstellung schließt eine breite Kampagne an, in der unter anderem ein Wettbewerb zur künstlerisch-partizipativen Schaffung eines lokalen Erinnerungsortes ausgeschrieben wird, sowie Fortbildungsmaterialien mit lokalen Bezügen entstehen, die in verschiedenen Kontexten benutzt werden können.

Das Projekt nimmt die Lebenserfahrungen von Schwulen, Lesben und Trans* in Geschichte und Gegenwart in den Blick und fragt nach Lebensentwürfen, Gestaltungsräumen und Erfahrungen im Alltag, wobei ein besonderer Fokus auf der Frage nach den Handlungsspielräumen und Widerständigkeiten gegenüber Diskriminierung und Gewalt liegt. Hierbei wird auch in Blick in die Vergangenheit gerichtet: Wird heute an Menschen erinnert, die aufgrund ihrer (vermeintlichen) Homosexualität von den Nationalsozialist/-innen verfolgt und ermordet wurden? Wie war die Situation in der DDR? Wie haben Menschen, damals und heute, Widerstand gegen Homosexuellen- und Transfeindlichkeit organisiert?