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SIP - Systemisch-interkultureller Präventionsansatz


Themenfeld

Antidiskriminierung und Frühprävention im Vorschulalter


Projektziele

Ziel des SIP-Modelprojektes ist die Entwicklung eines systemisch-interkulturellen Präventionsansatzes im Vorschulalter. Durch die systemische Ausrichtung, sowohl in der Projektgestaltung, als auch in den zu erwartenden Ergebnissen, sollen verschiedene Disziplinen (z.B. Pädagogik, Frühkindliche Entwicklung, Psychologie, Interkulturelle Studien oder Sozialpädagogik) gewinnbringend und wirkungsorientiert zu einem neuen Präventionsansatz verbunden werden.

Hierbei geht es darum die Lebenswirklichkeit des Kindes ernst zu nehmen und ganzheitlich, komplementär, ressourcenorientiert und zirkulär zu agieren. Eltern und Verwandte, Erzieherinnen und Erzieher sowie Freundinnen und Freunde bilden wichtige Teile des kindlichen Bezugssystems und sollten berücksichtigt werden.

Dadurch wird erwartet, dass am Ende der Projektlaufzeit ein praxisgeprüftes und bereits überarbeitetes Konzept vorliegt, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren geschult wurden, Fort- und Weiterbildungen zur Verfügung stehen und eine Publikation entstanden ist. Es wird erwartet, dass sich die Ergebnisse auf die Kinder- und Jugendarbeit übertragen lassen.


Handlungskonzept

Für zwei Arbeitstagungen werden Spezialistinnen und Spezialisten aus Theorie und Praxis zusammengeführt, die in moderierten Arbeitsprozessen gemeinsam didaktisch und methodisch die grundlegende Konzeption des systemisch-interkulturellen Präventionsansatzes entwickeln. Weiterhin werden in diversen Kitas Interviews mit Erzieherinnen und Erziehern, Eltern und Leitung durchgeführt.

Die Ergebnisse der Tagungen und Befragungen werden in Modelkitas angewandt, evaluiert und anschließend nochmals überarbeitet. Bei dem Modellprojekt wird mit diversen Akteurinnen und Akteuren aus Politik und Wissenschaft, sowie verschiedenen systemischen Instituten, Einrichtungen und Verbänden kooperiert. Zudem wird auf lokaler Ebene mit der Verwaltung aus Stadt, Landkreis und Kirche zusammen ein Steuerungsteam für die Entwicklung im Modellgebiet gegründet. Mit Kinderkonferenzen und Workshops soll die Partizipation der Zielgruppe gesichert werden. Für die Erzieherinnen und Erzieher im Modellgebiet werden regelmäßige Fach- und Fortbildungstage initiiert.

Die fachlich-multidisziplinare Ausrichtung bei Entwicklung und Durchführung und die Einbeziehung von Theorie und Praxis, gerahmt durch eine systemische Ausrichtung und Denkweise, machen das Projekt einzigartig. Um die Ergebnisse der Arbeitsprozesse zu sichern und weiterführend damit zu arbeiten, wurde das Zentrum für systemisch-interkulturelle Prävention gegründet.