Zum Inhalt springen Zum Hauptmenü springen Zum Servicemenü springen

Praxisstelle antisemitismus- und rassismuskritische Jugendarbeit

Kontaktdaten

Amadeu Antonio Stiftung
Novalisstraße 12
10115 Berlin
Tel: 030 240 886 15
praxisstelle(at)amadeu-antonio-stiftung.de
www.projekt-ju-an.de


Themenfeld

Aktuelle Formen des Antisemitismus


Projektinhalte

Die Wechselwirkungen und Verknüpfungen von Rassismus und Antisemitismus werden in der pädagogischen Arbeit bislang kaum beachtet. An dieser Leerstelle setzt das Modellprojekt an und entwickelt Instrumente für eine antisemitismus- und rassismuskritische Jugendarbeit. Eine große Herausforderung ist hierbei, dass beide Phänomene in all ihren Erscheinungsformen und Querverbindungen im pädagogischen Praxisalltag oft nicht erkannt werden. Die Praxisstelle berät Einrichtungen der Jugendarbeit sowie Akteurinnen und Akteure aus Bildungspolitik und -verwaltung.

Im Modellprojekt werden fachliche Standards für eine antisemitismus und rassismuskritische Bildungsarbeit erarbeitet und erprobt. Ziel ist die Verankerung des Themenfelds als Querschnittsaufgabe in der Jugendarbeit. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Praxisstelle bieten den teilnehmenden Einrichtungen Beratung und Coachings an. Im Rahmen von Fortbildungen werden Fachkräfte der Jugendarbeit zur pädagogischen Bearbeitung von Antisemitismus und Rassismus befähigt und in ihrer Handlungssicherheit gestärkt. Hierbei werden sie auch zur selbstkritischen Auseinandersetzung mit Ideologien der Ungleichwertigkeit angeregt. Eigene Denkmuster, sowohl der Teilnehmenden als auch der Projektverantwortlichen, werden dabei reflektiert.

Die Praxisstelle baut, insbesondere an den beiden Modellstandorten in Berlin und Hannover Netzwerke aus Wissenschaft und pädagogischer Praxis auf, um die fachliche Auseinandersetzung zu aktuellen Entwicklungen im Kontext von Antisemitismus und Rassismus voranzutreiben. In regelmäßigen Praxiswerkstätten zu dem Thema werden darüber hinaus die im Projekt entwickelten Arbeitsmethoden und Handlungsstrategien Fachkräften sowie Expertinnen und Experten aus ganz Deutschland vorgestellt. In Handreichungen, Arbeitshilfen und Fachartikeln werden die Ergebnisse des Projekts dokumentiert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.