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perspektywa - Vom Grenzraum zum Begegnungsraum

Kontaktdaten

Regionale Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie (RAA) Mecklenburg-Vorpommern e. V.
Markstr. 4
17321 Löcknitz
Tel: 039754 55 3677
perspektywa(at)raa-mv.de

www.perspektywa.de


Themenfeld

Demokratiestärkung im ländlichen Raum


Projektziele

Das Projekt perspektywa – Vom Grenzraum zum Begegnungsraum aktiviert zivilgesellschaftliche Potenziale im Stettiner Umland. In den Ämtern Löcknitz-Penkun, Vorpommern-Greifwald (Mecklenburg-Vorpommern) und Gartz (Oder), Uckermark (Brandenburg) werden neue Möglichkeiten des deutsch-polnischen Zusammenlebens erprobt und Strukturen entwickelt, die Begegnungen von allen Bürgerinnen und Bürgern im Alltag ermöglichen.

Im Zuge des Projektes sollen zivilgesellschaftliche Akteurinnen und Akteure und die örtliche Verwaltung nachhaltige Strukturen für eine lebendige demokratische Kultur und ein Zusammenwachsen von polnischen Zugezogenen und deutschen Alteingesessenen jenseits nationaler Zuschreibungen aufbauen, in denen regelmäßiges Engagement zwischen deutschen und polnischen Bürgerinnen und Bürgern sowie ein Austausch über die Situation der Gemeinde und deren Zukunft stattfinden.

Durch eine überregionale Transferphase sollen die erprobten Erfahrungen und Methoden weiter verbreitet werden. So sollen Anregungen zur Übertragbarkeit in der Gemeinwesenarbeit auf andere Migrationsregionen im ländlichen Raum gegeben werden.


Handlungskonzept

perspektywa setzt bei den Bedarfen der Menschen vor Ort an und möchte sie dabei unterstützen sich untereinander zu vernetzen und gemeinsam handlungsfähig zu werden. Dabei zielt es auf die Mobilisierung und Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger, um diese zu befähigen, sich selbst für die Verbesserung ihrer Lebenssituation einsetzen. Die im Projekt entwickelten Maßnahmen zur Stärkung des deutsch-polnischen Zusammenlebens und der demokratischen Kultur müssen zu den Gegebenheiten vor Ort passen. Das können die Menschen vor Ort am besten einschätzen – sie sind die Expertinnen und Experten ihrer Gemeinwesen. Deswegen werden sie mit ihren Bedarfen, Erfahrungen und Visionen ins Zentrum gestellt und bei der Entwicklung und Umsetzung passender Maßnahmen durch perspektywa unterstützt.

Konkret werden in den einzelnen Gemeinden zum Projektthema  folgende Maßnahmen durchgeführt: Informationsveranstaltungen vor Ort,  Zukunftswerkstätten, Gründung von Arbeitsgruppen, Durchführung einer überregionalen Fachveranstaltung sowie Einzelveranstaltungen, die das Zusammenleben von deutschen und polnischen Bürgerinnen und Bürgern und eine lebendige demokratische Kultur befördern. Auf der Hälfte der Projektlaufzeit wird der Transfer in andere Gemeinden innerhalb der beiden Ämter geplant, mit dem Ziel, dass die Erfahrungen aus der Arbeit in den Dörfern in die beiden Amtsbereiche hineinwirken. Im Blickpunkt stehen dabei Mittel gegen Vereinzelungs- und Entfremdungserfahrungen der Menschen, die Unzufriedenheit und soziale Ängste verstärken und damit xenophoben Denken und Verhalten Vorschub leisten. Dafür werden die in urbanen Räumen gesammelten positiven Erfahrungen mit Nachbarschaftspflege in die Gemeinwesenarbeit im ländlichen Raum übertragen.