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OFFENsive!

Kontaktdaten

Verband saarländischer Jugendzentren in Selbstverwaltung e. V.
Blumenstraße 30 - 32
66111 Saarbrücken
Tel: 0681 63 53 59
zentrale(at)juz-united.de
https://juz-united.de/?p=2134


Themenfeld

Demokratiestärkung im ländlichen Raum


Projektziele

Selbstverwaltete Jugendtreffs im ländlichen Raum bieten Jugendlichen die Möglichkeit, sich gesellschaftlich zu engagieren. Sie sind Orte der Demokratiebildung und der Partizipation. Das Projekt OFFENsive! unterstützt diese Einrichtungen und rückt sie verstärkt in den (fach-) politischen Focus.  Das Projekt will modellhaft die Potenziale selbstorganisierter Jugendfreizeiteinrichtungen für die Aktivierung von sozialem Engagement von Jugendlichen im ländlichen Raum zeigen. Es erschließt Partizipationsmöglichkeiten für Jugendlichen im ländlichen Raum. Förderliche kommunalpolitische Rahmensetzungen und Unterstützungsnetzwerke sollen dabei herausgearbeitet und skizziert werden. Eine Projekthomepage dient der Darstellung der  Projektergebnisse, die auch in Fachartikeln und auf Fachveranstaltungen der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.

Ziel ist es, eine umfangreiche Datenbank zu erstellen, in der einmal die vielen positiven Beispiele zusammengetragen werden und in der umfangreiche Handlungsanleitungen und Anregungen, Tipps und Tricks der Jugendtreffarbeit, rechtliche und finanztechnische Grundkenntnisse, der Umgang mit Kommunalpolitik und Nachbarschaft übersichtlich dargestellt werden. Ein virtueller Baukasten, der mit vielen Beispielen zur Nachahmung animiert und genügend Werkzeuge für eine erfolgreiche Projektumsetzung bereitstellt.


Handlungskonzept

Im Vordergrund des Modellprojektes stehen Begleitung und Unterstützung von Jugendlichen bei der Gründung und Organisation selbstverwalteter Jugendtreffs im Saarland Dabei werden aktivierende Methoden aus dem Bereich der Sozialraumanalysen angewandt, um potenzielle Jugendszenen in den jeweiligen Sozialräumen zu identifizieren und an partizipationsorientierte Verfahren der Jugendtreffarbeit heranzuführen.

Im ersten Projektjahr konzentriert sich das Angebot auf bis zu 10 Jugendclubs mit durchschnittlich jeweils 10 Jugendlichen, die sich aktiv an der Projektarbeit beteiligen. Die Auswahl der Jugendtreffs erfolgt unter Berücksichtigung der Themenrelevanz in der Arbeit der Jugendclubs. Es wird die Entstehung von Jugendinitiativen begleitet, die zur Neugründung von Treffs führen (in Waldhölzbach und Kleinbittersdorf) oder  es werden neue Jugendgruppen zur Selbstorganisation aktiviert, dort wo es bereits Räumlichkieten gibt (in Dirmingen, Ihn, Saarwelligen). Die Dauer der Begleitung richtet sich nach der Dynamik des Prozesses. In den Folgejahren werden die erarbeiteten Handlungsbausteine weiteren  selbstverwalteten Jugendclubs im Saarland angeboten, dabei kontinuierlich modifiziert und weiterentwickelt. Veröffentlicht auf der Homepage stehen sie bundesweit selbstverwalteten Jugendclubs zur Verfügung.

In von den Projektmitarbeiterinnen und Mitarbeitern durchgeführten Workshops und Fortbildungen werden Jugendlichen Hilfestellungen für die Leitung ihrer Jugendtreffs geboten. Dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt auf einer reflektierten antidiskriminierenden Praxis. Abkapselungstendenzen der Binnengruppen und Ausschlusstendenzen gegenüber als nicht dazugehörig definierten Jugendlichen, z. B. Migrantinnen und Migranten, werden identifiziert und thematisiert um ihnen entgegen wirken zu können. Methodische Verfahren zur Integration bisher nicht erreichter/ausgegrenzter Jugendszenen basieren dabei beispielsweise auf gezielten Angeboten oder der Bereitstellung eigener Öffnungszeiten für diese Zielgruppen, um sie in weiteren Einzelschritten in die Einrichtungen zu integrieren.
Die Workshops- und Fortbildungsangebote werden kontinuierlich weiterentwickelt, modifiziert und bei Bedarf erweitert, z. B. aktuell zum Thema Flüchtlinge.

Wichtige Kooperationspartner für die Etablierung einer bereichernden Jugendtreffkultur sind die Akteure der Kommunalpolitik. Durch Aushandlung auf Augenhöhe sollen hier konkrete Zielvereinbarungen zur Verbesserung der Situation und gesellschaftlichen Beteiligung der Jugendlichen getroffen werden.

In lokalen und landesweiten Kampagnen sollen junge Menschen dazu angeregt werden, sich öffentlich gegen Diskriminierung und Phänomene gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und für eine demokratiestärkende Entwicklung ländlicher Räume einzusetzen.