Zum Inhalt springen Zum Hauptmenü springen Zum Servicemenü springen

Land in Sicht! Demokratiegestaltung innovativ qualifizieren

Kontaktdaten

Hochschule Esslingen, Fak. SAGP
Flandernstraße 101
73732 Esslingen
Tel: 0123 456789
kurt.moeller(at)hs-esslingen.de


Themenfeld

Demokratiestärkung im ländlichen Raum


Projektziele

Das Modellprojekt „Land in Sicht! Demokratiegestaltung innovativ qualifizieren“ betreibt die Entwicklung, Durchführung und Evaluation innovativer Fort- und Weiterbildungsangebote zur Bearbeitung undemokratischer Haltungen, pauschalisierender Ablehnungskonstruktionen (PAKOs), Diskriminierungen und Gewalt. Besonders ländliche Räume sind diesbezüglich vielfach einer starken Belastung ausgesetzt. An deren Herausforderungen setzt das Modellprojekt an und reagiert auf bestehende Qualifizierungsbedarfe.

Das Ziel des Modellprojekts besteht darin, mit sozialen und pädagogischen Fachkräften sowie weiteren Multiplikatorinnen und Multiplikatoren (Verwaltung, Behörden, zivilgesellschaftlich Engagierte) neue Möglichkeiten der Entgegnung zu entwickeln. Neuartige problem-, bedarfs- und adressatengerechte Maßnahmen für eine sachlich angemessene und erfolgreiche Bearbeitung einschlägiger Problemlagen sowie zur Weiterentwicklung demokratischer Strukturen und Interaktionsweisen innerhalb ihrer Sozialräume und Handlungsfelder werden erprobt. Zugleich überprüft und optimiert die Evaluation von „Land in Sicht!“ kontinuierlich die durchgeführten Bildungsangebote, um sie in Richtung Modellreife fortzuentwickeln. Die evaluativ generierten Erkenntnisse werden bereits im Projektverlauf und vor allem in der abschließenden Disseminationsphase anderen Trägern insbesondere der Kinder- und Jugendarbeit zugänglich gemacht und ihre Transformierbarkeit auch in Regelstrukturen gewährleistet.


Handlungskonzept

„Land in Sicht!“ ist eine Praxis-Wissenschaft-Kooperation und wird von der Hochschule Esslingen zusammen mit sechs Bildungsträgern in unterschiedlichen ländlichen Regionen Deutschlands umgesetzt. Die Kooperationspartner gestalten Fort- und Weiterbildungsangebote verschiedener Formate in einem Umfang von jährlich jeweils neun Bildungstagen.

Innovationsmomente ergeben sich aus der alltagsnahen und handlungsorientierten Verzahnung von Ansätzen politischer Bildung und Sozialer Arbeit. Ausgehend von den konkreten sozialräumlichen Bedarfs- und Konfliktlagen setzen die Angebote an den Erfahrungen der Teilnehmenden an und zeigen Praxisansätze für die Bearbeitung der Herausforderungen auf. Sie ergänzen eine vielfach gängige kognitive Zentrierung, indem sie gerade auch affektiv-emotionale Verankerungen von Ablehnungshaltungen in den Mittelpunkt rücken.

Wissenschaftlich begleitet werden die Bildungsangebote durch eine formative Evaluation, die die Qualitäten der Angebotsgestaltungen in der Gesamtheit ihrer Konzepte, Prozesse, Strukturen und Resultate analysiert. Dabei steht sie den Praxispartnern bereits während Planung und Umsetzung für Rückspiegelungen zur Verfügung. Gestaltungsansätze und Konzeptionen wie auch Handlungslogiken und -schritte können so in einer permanenten Feedbackschleife vergegenwärtigt, überprüft und weiterentwickelt werden.

Auf diese Weise realisiert das Modellprojekt Modellreife in einem aktiv-kooperierenden Verfahren und ebenso erfolgt die Dissemination der Ergebnisse nach dem Tandemprinzip. Neben einem gemeinsamen Abschlusskongress erstellt das Forschungsteam eine Handreichung für die Praxis, während die Projektpartner durch jeweils eigene Veranstaltungen für regionalen Transfer sorgen.